 |
 |
| Meldung |
 |
03.04.2009
Wirbel um das neue Zack
Fliegercomic in der Kritik |
 |
|
 |
Untitled document Der neue Comic von Franz Zumstein in ZACK erregt Aufsehen. Dass nun ein Artikel auf der äußerst beliebten Internet-Plattform Spiegel Online erschienen ist, dürfte allerdings nicht nur Begeisterungsstürme hervorrufen |
 |
Untitled document Nun ist das "neue" Zack auch schon wieder 10 Jahre auf dem Markt, aber eine solche Resonanz hat man noch nicht erlebt. Unter der Überschrift "Absturz mit Nazi-Flieger" berichtet Stefan Pannor auf Spiegel online über die neue Flieger-Serie von Franz Zumstein, die im aktuellen ZACK Nr. 118 angelaufen ist. In dem Artikel heißt es, dass sich "das renommierte deutsche Comicmagazin "Zack" von den Kriegsmythen der Nazi-Zeit blenden" ließe. Weiter im Text heißt es: "In "Der Stern von Afrika" kippt nun dieses ambivalente Verhältnis, das Militär-Erzählungen seit jeher zum Krieg haben, endgültig um in offene Begeisterung." Im vernichtenden Fazit des Artikels wird dem Schweizer Zeichner vorgeworfen, er falle "auf den verlogenen Mythos von der unpolitischen Wehrmacht herein". |
 |
Untitled document Das ist natürlich starker Tobak und ungewöhnlich für eine Serie von der gerade erst gerade einmal einige Seiten abgedruckt sind. Dabei bedient Franz Zumstein, dessen Faible für Fliegercomics schon mit der Serie Die Himmelstürmer (11 Bände) deutlich wurde, ein beliebtes Genre der Comics – den Fliegercomic. Buck Danny, Dan Cooper und Mick Tanguy heißen die franko-belgischen Klassiker, die eine ähnliche Thematik haben und die sich großer Beliebtheit erfreuen. Auch in den frühen Tagen von ZACK, das von jeher auf Abenteuerserien jeglicher Coleur setzt, waren schon immer Fliegerserien präsent. Neben den Abenteuern in der Luft waren es vor allem immer auch die detaillierten Zeichnungen der Flugzeuge, die die Fans zu begeistern wussten. |
 |
Bild vergrößern
Untitled document Zumstein hat sich aber nun als Schauplatz für seine neue Serie einen eher ungewöhnlichen Ort zu einer ungewöhnlichen Zeit ausgesucht. "Der Stern von Afrika" spielt im Frühjahr 1942 und der Hintergrund der Geschichte ist der Kampf zwischen den Briten und der deutschen Wehrmacht in Nordafrika. Dass Zumstein dabei die Darstellung der Flugzeuge in einen Kontext mit Rommel und den umstrittenen Fliegerhelden Hans-Joachim Marseille setzt, macht seine Geschichte zumindest angreifbar und diskussionswürdig. Der Zeichner selbst drückt sich in einem Interview, dass der Geschichte in Zack vorangestellt ist, sehr unglücklich aus: "Zu guter Letzt finde ich das Design und die Mode dieser Epoche echt schön, vor allem natürlich die schönen Formen der Flugzeuge." Und weiter: "Auch Generalfeldmarschall Rommel oder Staffelkommandant Neumann zeichnete ich mit dem größten Vergnügen von Fotografien ab." |
 |
Bild vergrößern
Untitled document Der Chefredakteur Mark O. Fischer hält das ganze für überzogen, denn es sei "keine Kriegsgeschichte, sondern eine Liebesgeschichte" und weiter: "Es geht um Schwärmerei für die Kunst des Fliegens". Zudem, so argumentiert er, sollte man erst einmal abwarten, wie sich die Geschichte weiter entwickelt, denn bislang seien ja nur einige Seiten zu lesen gewesen. Dennoch wird man bei ZACK in Zukunft sicherlich etwas sensibler mit derartigen Themen umgehen, auch wenn man damit eine Resonanz bekommen hat, wie schon lange nicht mehr. Bedauerlich an der ganzen Geschichte ist nur, dass immer wieder reißerische Themen als Aufmacher für den Comic dienen müssen um eine entsprechende Berichterstattung in den Medien über Comics zu gewährleisten. Damit werden alte Vorurteile gegenüber der Form nur wieder geschürt. ZACK ist hingegen mal wieder in aller Munde.
Die Zitate sind dem Artikel von Spiegel Online entnommen, der Zack-Vorschau bei der comicradioshow und der Diskussion um den Artikel und die Serie im Zack-Forum.
Zack Magazin 118 April 2009 Magazin, 84 Seiten, farbig zum Titel |
 |
Autor(en): GG |
 |
 |
|
|
 |
 |
Mehr zum Thema |
 |
|
 |
|
 |
|
|
 |
 |
|
|
|
|