Ein kleiner Ausblick auf kommende Novitäten bei deutschen Verlagen und noch ein neuer Verlag
• Jahresplanung von Salleck
Der Verleger Eckart Schott hat im comicforum schon mal Wasserstandsmeldungen zu den geplanten Titeln im Jahr 2010 gegeben.
„In Arbeit sind:
Tassilo 13 - beim Letterer
Minimenschen 33 - übersetzt
Yakari 6 und 7 - fast schon beim Drucker; (dann noch 8 und 9 und evtl. Nachdrucke)
Blaue Boys 31 übersetzt und 32 beim Übersetzen
Forgotten 2 und 3 - beim Drucker
Kai Falke 9 beim Drucker und 10 druckreif
Spirit 17 beim Letterer
Nico 4 und 5 - übersetzt
Das Geheimis de 22 CV - druckreif
Der Sommer 63 (evtl. erst 2011) übersetzt
Waldi Wichtig und die Naseweise (Loic Jouannigot) beim Drucker
Der Große Uhu - übersetzt
Die Pauker 1 und 2 - sind übersetzt. Wobei ich da hin- und herschwanke ob eindeutschen oder nicht
Suske und Wiske (2 Bände sind fast druckfertig).
Airborne 44 Band 2 - übersetzt.
Ich glaube, das war's.
Gut möglich, dass einige Bände auf 2011 verschoben werden.
Einen hab ich noch: Malgré-nous - gegen unseren Willen. Die Geschichte eines zwangsrekrutierten Elsässers im 2.Weltkrieg von Marie Terray und Thierry Gloris.
Einen schönen Sonntag.
Eckart“
Solch tiefen Einblick in den Produktionsprozess gewähren nicht viele deutsche Verlage.
• Neuer Cartoon-Verlag aus Berlin
„Vorletzte Geräusche“ heißt ein Cartoonband, der kürzlich bei weildarum erschienen ist. Dort wird es eine interessante Werkschau bekannter und noch nicht ganz so bekannter Cartoonisten geboten. Und noch zwei Neue Bände gibt es schon bei weildarum: „Gleich kommt das Vögelchen“ von Steffen Gumpert und „Mama, was ist eine Penisnase?“ von Markus Magenbitter.
Verantwortlich für den neuen Verlag ist Frank Wochatz, der auch in Berlin die Buchhandlung Comics & Graphics führt. Unter www.weildarum.de ist der Verlag im Netz zu finden. Weitere Bände sind in Planung.
• Knesebeck wird Zahra’s Paradiese veröffentlichen
„Persepolis“ der Exil-Iranerin Marjane Satrapi war einer der größten und überraschendsten Comicerfolge des vergangenen Jahrzehnts. Satrapi ist für iranische Comicschaffende ein großes Vorbild.
An der Fortschreibung aus dem Iran versucht sich der Webcomic Zahra’s Paradise von Amir und Khalil, dessen Kapitel es im Netz in zehn Sprachen zu lesen gibt. Eine elfte Sprache soll nun hinzukommen: Deutsch.
Denn der Knesebeck-Verlag will im Jahr 2011 die Buchversion veröffentlichen und ab September will man die deutsche Version ins Netz stellen, dann kann auch der deutsche Leser die iranischen Erlebnisse verfolgen. Beim Tagesspiegel gibt es vorab einen ausführlichen Artikel.