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Rezension
11.10.2011

Jommeke 1

Der Schildkrötenschatz

Der Schildkrötenschatz

Jommeke: Der stainlessArt ComicVerlag bringt den flämischen Comic-Bestseller rund um Freundschaft und Abenteuer nach Deutschland
 

Studien und Analysen zeigen: Comic-Serien liegen im Trend. Das Interesse von Kindern und Eltern an anspruchsvoll gestalteten und liebevoll gezeichneten Comics wächst. Der belgische Kindercomic Jommeke ist ein besonders erfolgreiches Beispiel: Schon seit 55 Jahren erlebt der liebenswerte Blondschopf gemeinsam mit seinen Freunden die fantastischsten Abenteuer. Von den über 250 Alben wurden alleine in Flandern bis heute mehr als 55 Millionen Stück verkauft.

Der gerade erschienene Band 1 der Serie, „Der Schildkrötenschatz“ ist eine Geschichte um eine Schatzsuche: Als Jommeke den Speicher aufräumt, findet er eine alte, ausgestopfte Schildkröte. Darin verborgen ist das Testament des Seeräubers Matthias Donderwater. Vor über 200 Jahren hat der seinen Schatz auf einer der Schildkröteninseln (Galapagos) im fernen Pazifik versteckt. Jetzt sollen die erbeuteten Reichtümer an die Armen verteilt werden, um das alte Unrecht wieder gut zu machen.


Doch wo liegt diese Insel? Da schaut man damals doch schnell im Atlas nach! Jommeke und seine Freunde machen sich also auf die weite Reise. Aber auch der Gauner Anatool hat von dem Schatz erfahren. Er will den Piratenschatz für sich alleine und heftet sich an Jommekes Fersen …


Autor Jef Nys findet immer einen Kniff, um ein Problem zu lösen. So klaut Hund Pekkie ziemlich unbehelligt das notwendige Essen in der Schiffsküche, damit die Kinder als blinde Passagiere in ihrem Rettungsboot eines Dampfers Südamerika erreichen, ohne zu verhungern. Immer im Schlepptau: Jommekes Gegenspieler Anatool.

Nach einer problemlosen Überfahrt landet man im Hafen von Guayaquil in Ecuador, von wo aus es mit einer Nussschale weiter zu den Schildkröteninseln geht.

Dummerweise lassen die Freunde, auf der Schatzinsel angekommen, Anatool in eine Falle tappen, unter der etwas tiefer der Schatz des Piratenkapitäns Matthias Donderwater vergraben ist. Die jungen Leute sind jedoch sehr pfiffig und lassen Anatool den Schatz ausgraben. Durch einen Trick nehmen sie ihm dann die Schatzkiste ab und es geht über den „großen Teich“ zurück in die Heimat. Letztlich wird der Schatz dort gemäß dem Wunsch des alten Piraten für einen guten Zweck verwendet. Die Story hat also auch noch eine Botschaft: junge Leute zeigen uneigennützig soziales Engagement!!!


Fazit: Jommeke ist ein Abenteuer-Comic, den man durchaus bis zu einem gewissen gerade mit den Abenteuern von Tim und Struppi vergleichen kann. Allerdings hat es sich Autor Jef Nies zur Aufgabe gemacht, gleich einen ganzen Trupp von Kindern nebst Haustieren durch die Handlung zu transportieren. Das passt dann schon wieder in Sachen Konzept mehr in Richtung „Fünf Freunde“. Die Story ist im Aufbau gradlinig und sehr verständlich.

Jommeke zielt ganz eindeutig in Richtung sehr junges Publikum, so dass ich mir den Erfolg der Serie auch im Bereich Leihbüchereien vorstellen könnte, wo u.a. Alben wie Tim und Struppi, Johann und Pfiffikus oder Lucky Luke sehr beliebt sind.

Die Geschichten sind spannend und dabei immer jugendgerecht und gewaltfrei. Sie handeln von Freundschaft, Loyalität und Hilfsbereitschaft. Jommeke ist ein empfehlenswerter Comicstoff für Kids und Jugendliche und all diejenigen, die jung geblieben sind und Spaß an nostalgischen Comics haben.


 Jef Nys
Jommeke 1: Der Schildkrötenschatz

Softcover, 48 Seiten, farbig, A4
ISBN: 9783981464603

Preis: 6,95EUR

 

Autor(en): MD

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