Zwei Jahre später startete er parallel dazu seine eigene, in Alaska spielende Abenteuer-Krimi-Serie FRANK LINCOLN.
Marc Bourgne zu FRANK LINCOLN: In dem Abenteuer geht es um einen Mann, der seine verschwundene Frau sucht. Er ist allein mit seiner Tochter zurück geblieben. Ursprünglich wollte ich die Zeichnungen gar nicht selbst übernehmen und Sylvain Vallée war einer der Künstler, die schon Entwürfe anfertigten. Als mich jedoch Henri Filippini, Direktor der Collection Bulle Noire von Glénat, fragte, ob ich für ihn arbeiten will, sandte ich ihm das Skript von Frank Lincoln, und er sagte: „Okay, zeichne es!“
So wurde ich doch Zeichner der Serie und war überrascht, dass ich sogar meinen Spaß daran fand. Warum überrascht? Weil ich lieber Piratenschiffe und Hafenkneipen zeichne, als Autos und Büroräume oder moderne Stadtansichten.
Doch der größte Teil von Frank Lincoln spielt in der wilden Natur. Außerdem enthält die Serie viele Actionszenen. Und all das zu zeichnen macht viel Spaß!
Frank Lincoln ist eine klassische Krimistory, die mit den typischen Zutaten wie Gut gegen Böse, hier Detektiv gegen Mafia und anderen üblen Konsorten, hübschen Damen (zum Teil hüllenlos) und reichlich Action lebt. Die Freunde des Krimi-Genres kommen in Frank Lincoln voll auf ihre Kosten.
Inhalt Vol. III: Nachdem seine Frau Susan, eine ehemalige FBI-Agentin, auf mysteriöse Art und Weise verschwunden ist, quittiert Frank Lincoln den Polizeidienst und wird Privatdetektiv in Alaska. Bei der Suche nach Susan führt ihn eine heiße Spur nach Japan, auf eine amerikanische Militärbasis, wo er Major Woods trifft, der die Kompanie seines Gehilfen Billy leitete, als dieser noch bei der Marine war. Woods bestätigt ihm, dass Susan während ihrer Schwangerschaft dort untergebracht war, und arrangiert ein Treffen in Tokio. Doch noch bevor es zum Treffen kommt, laufen die Dinge aus dem Ruder. Eine rasante Verfolgungsjagd nimmt seinen Lauf.
Frank Lincoln gehört aktuell zu meinen favorisierten franko-belgischen Comic-Serien. Und Marc Bourgne zu meinen Lieblingszeichnern. Wie gewohnt, liefert er wieder eine sehr unterhaltsame Story ab, die den Helden diesmal ins weit entfernte Japan führt. Lincoln entwickelt sich in „Kusu-Gun“ (Frank Lincoln Vol. III) beinahe schon zum schießwütigen Revolverhelden. Alles natürlich aus Notwehr. Logo. Kennt man so noch nicht von Bourgne, der in diesem Album eher die harte Linie fährt. Es gibt auch in „Kusu-Gun“ wieder geniale Panels und Locations. Allerdings wirken die Gesichter der Protagonisten hier und da etwas hölzern und starr. Evtl. liegt das daran, dass Bourgne sich mit Eillam einen Assistenten für die Zeichnungen mit ins Boot geholt hat. Die Grafiken kommen teilweise fast schon zu perfekt und steril daher.
Was die Frauen betrifft, ist Lincoln fast schon ein Phänomen, schafft er es doch in jedem Album, mindestens eine neue Eroberung abzuschleppen. Auf diese Weise baut der Autor geschickt auch den verkaufsfördernden Erotikfaktor mit in die Handlung ein.
Frank Lincoln 3
- Kusu-Gun
von Marc Bourgne & Eillam
Hardcover, farbig, 48 Seiten