Das neuste Buch von Simon Schwartz erzählt die Lebensgeschichte des Afroamerikaners Matthew Henson, der als Diener des Polarforschers Robert Peary die Arktis bereiste und 1909 als erster Mensch den Nordpol erreichte. Die Inuit bewunderten ihn und machten Henson in ihrer Sagenwelt zu einem mystischen Superhelden.
In der westlichen Welt wurde Henson jedoch völlig ignoriert und Robert Peary bis heute fälschlich als der Entdecker des Nordpols verehrt. Henson selbst starb Mitte der 1950er Jahre verarmt und vergessen in New York. In Erlangen erhielt Simon Schwartz für „Packeis“ den Max und Moritz-Preis in der Kategorie bester deutschsprachiger Comic.
PPM: Herzlichen Glückwunsch zur Auszeichnung! Wie ist die Stimmung als stolzer Preisträger?
Simon Schwartz: Absolut bestens. Auch gut eine Woche später freue ich mich noch riesig.
PPM: Wann hast du gehört, dass du "auserwählt" bist?
Simon Schwartz: Wie alle anderen auch erst am Abend der Preisverleihung.
PPM: Wie war die Preisverleihung? Aufregend?
Simon Schwartz: Ich bin offensichtlich sehr schlecht darin, mir die Aufregung einzuteilen. Deshalb setzte die Aufregung erst ein, als die Laudatio verlesen wurde. Dann fuhr mein Magen erstmal Achterbahn. Aber Frau von Sinnen hat mir ja sehr mütterlich erstmal ein Glas mit kaltem Wasser besorgt.
PPM: Wie hast du Erlangen und die Fans 2012 erlebt? Gab es für dich noch Zeit, dir selbst das eine oder andere anzusehen?
Simon Schwartz: Ich habe dieses Jahr leider nicht sehr viel von der Messe gesehen. Ich war nur kurz in den Ausstellungen zu David B. und Winsor McCay. Dafür hatte ich beim Signieren viele sehr schöne Erlebnisse mit meinen Lesern.
PPM: Wie geht es comicmäßig bei dir weiter? Gibt es schon ein neues Projekt?
Simon Schwartz: Ja, ich habe natürlich schon etwas Neues in Planung, aber das ist vorerst geheim.
PPM: Stehen Signieraktionen an? Ggf. wann und wo?
Simon Schwartz: Ich werde auf jeden Fall im September beim Hamburger Comicfestival anzutreffen sein und im selben Monat auch auf der ComFor 2012 einen Vortrag halten.