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03.02.2015

Splitter

Badlands

Splitter - Badlands

Im 17. Jahrhundert kam der Spanier Hernan Ruiz-Tenquillo mit Landsleuten nach Amerika. Er war Alchimist.

Anstatt Reichtum, wie viele andere Hidalgos, wollte er nur die wahren Geheimnisse der Indianer entdecken.
Er ahnte, dass hinter den Riten und der Tradition wesentlich mehr verborgen sein muss.

Gegen Ende seines Lebens führte ihn sein Forschen in eine Region des Südens, wo er vom Gefühl durchdrungen wurde, die hier lebenden Völker in den Pueblos besitzen den Schlüssel zu einer unsichtbaren Welt! Er fertigte eine Karte des unbekannten Gebietes; doch er erlag einem tödlichen Fieber und es ist nicht bekannt, ob er das große Geheimnis lüften konnte.

Die Handlung des Comics beginnt eigentlich erst ca. 200 Jahre später. Die Nachfahrin von Hernan Ruiz-Tenquillo ist im Besitz eines magischen Würfels, von dem noch nicht bekannt ist, zu was er taugt, außer, dass er mit Zaubersprüchen Stürme heraufbeschwören kann.
Er wird ihr zunächst in der Prairie gestohlen.

Perla, so der Name dieser Probantin, möchte den Geheimnissen auf den Grund gehen und macht sich mit ein paar anderen auf den Weg. Sie kommen an einen Ort, wo sie die letzten Vertreter des Volkes der Pueblos treffen und wo der Würfel ihr wieder ausgehändigt wird. Denn es soll einen guten Grund dafür geben.

Die Geschichte ist ein Gemisch aus Western, Magie, Horror und Elementen der indianischen Mythologie. Die Hauptdarstellerin ist eine sexy Schönheit, diesmal als Cowgirl mit bauchfreier Bluse. Ein kräftiger Schwarzer und ein sarkastischer Indianer („Für mich ist Hexerei kompletter Unsinn!“) gehören mit zum Haufender Abenteurer. Der Titel „Das Eulen-Kind“ bezieht sich auf eine alte Legende, wonach dieses mit Eulenaugen geboren und von der Mutter verstoßen wurde, weil sie sich vor ihm fürchtete.

Geflügelte Geister, ein Art Harpyie, treten im Schwarm auf; ein Monster wie eine Kreuzung aus Swamp-Thing und Riesenkrake wird durch Zaubersprüchen herauf beschworen; und eine hutzelige Schamanin, die ihre Gestalt wandeln kann (z.B. in einen Adler) hat Hinterlistiges im Sinn.
Die Idee zur Story an sich finde ich nicht besonders originell. Indiana Jones lässt grüßen.

Die routinierte Schreibweise des Autoren gibt jedoch durchaus Lesevergnügen her. Vor allem die Erwartungen an die weiteren Bände, was noch alles an verborgenen Geheimnissen „entdeckt“ werden kann, halten mein Interesse in Spannung.
Auch die Zeichnungen sind zwar nichts Außergewöhnliches, aber eben doch in sehr guter Qualität!

Diese Episode des 1. Bandes ist sinnvoll abgeschlossen, ein weiterer ist bisher angekündigt.

BADLANDS
von Corbeyran u. Kowalski
Splitter Verlag
48 Seiten
13,80 Euro

von Rolf Pressburger
Stichwörter: Splitter

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