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23.03.2015

Die Abrafaxe – Eine deutsche Erfolgsstory

40 Jahre MOSAIK

Die Abrafaxe – Eine deutsche Erfolgsstory - 40 Jahre MOSAIK

Abrax, Brabax und Califax erblickten nicht wie gewöhnliche Kinder nach einigen mühevollen Stunden das Licht der Welt, nein, ihre Geburt dauerte Monate!

Dafür war sie weniger schmerzhaft und mehr von Vorfreude bestimmt auf neue Abenteuer und Herausforderungen.

Erstmals erschienen die Abrafaxe im Herbst 1975 auf dem Rücktitel des DDR-Comic-Magazins MOSAIK. Zum Jahreswechsel 1975/76 begann in der MOSAIK-Ausgabe 1/76 die erste lange Geschichte mit den Helden (Auflage 705 000 Exemplare). Gleichzeitig erschien eine 30 000 Exemplare umfassende ungarische Ausgabe mit dem Titel „MOZAIKA“.
Die Abrafaxe sind die drei Freunde Abrax, Brabax und Califax. Nach dem beruflichen Ausstieg des eigentlichen MOSAIK-Schöpfers Hannes Hegen beauftragte der Verlag Junge Welt das MOSAIK-Team, neue Helden für das Magazin zu kreieren.

Lothar Dräger, langjähriger Mitautor des seit 1955 bestehenden MOSAIK, entwickelte die Idee, künftig beliebte Spaßmacher wie den Harlekin in den Mittelpunkt der einzelnen Geschichten zu stellen. Als Nebenfiguren erfand er nach Maßgabe des Chefredakteurs drei neue Gnome, die den Namen Abrafaxe erhielten. Sie sollten vor allem pfiffig, abenteuerlustig und etwas geheimnisvoll sein. Von den verschiedenen Entwürfen der Figurenzeichner des MOSAIK kamen die Skizzen von Lona Rietschel am besten an. Die Abrafaxe entwickelten sich bei den Lesern jedoch schnell zu den beliebtesten Protagonisten und traten immer mehr in den Vordergrund. Inzwischen ziehen die Abrafaxe nun schon viele Jahre durch die Welt, immer auf der Suche nach neuen Abenteuern, die man jeden Monat im MOSAIK, der auflagenstärksten in Deutschland gefertigten Comic-Zeitschrift, miterleben kann. In regelmäßigen Abständen gelingt es ihnen, zwischen den Zeiten zu wechseln. Ihre Zeitreisen bringen sie in alle spannenden Epochen der Weltgeschichte.

So treffen Abrax, Brabax und Califax zum Beispiel in Spanien auf Don Quixote und Sancho Pansa und gelangen im Himalaya in die Gewalt eines Yeti. Sie lernen in China den berühmten Handelsreisenden Marco Polo kennen, geraten im Mittelalter in die Auseinandersetzungen zwischen Kaiser Barbarossa und Heinrich dem Löwen, machen im antiken Griechenland die Bekanntschaft von Sokrates und Perikles und treffen im alten Ägypten auf Königin Nofretete. Außerdem haben die Helden auch schon mit dem Freibeuter Sir Francis Drake die Weltmeere befahren und an einem Rennen rund um die Welt teilgenommen.

Der Erfolg der Abrafaxe ist nicht nur auf die spannenden und lustigen Geschichten zurückzuführen, ihre Abenteuer geben auch authentische Einblicke in fremde Kulturen.

Nach vielen spannenden Abenteuern mussten die Abrafaxe und ihre Macher im Jahre 1991 eine schwierige Zeit überstehen, denn der bisherige Verlag des MOSAIK, der Verlag Junge Welt, wurde von der Treuhandgesellschaft liquidiert. Doch Klaus D. Schleiter und Anne Hauser-Thiele gründeten in Berlin den MOSAIK Steinchen für Steinchen Verlag und retteten so das MOSAIK-Magazin.

Die aktuelle MOSAIK-Serie heißt DIE ABRAFAXE EROBERN ROM. In Ausgabe 471 befinden sich die drei Helden IM REICH DER GARAMANTEN.

von Michael Hüster
Stichwörter: Mosaik Verlag

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