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04.04.2016

Abrafaxe – Die neue Serie

Im Mosaik 483 (März 2016) startete die neue Serie der Abrafaxe mit dem zentralen Thema Reformation

Abrafaxe – Die neue Serie - Im Mosaik 483 (März 2016) startete die neue Serie der Abrafaxe mit dem zentralen Thema Reformation

Alle paar Jahre werden beim MOSAIK die Uhren wieder auf Null gestellt und eine neue Serie beginnt. Das ist gerade für Neueinsteiger der ideale Zeitpunkt, diese Heftreihe neu zu entdecken.

Die neue Geschichte führt die Abrafaxe in ein Deutschland, das im Jahr 1517 auf der Schwelle vom Mittelalter in die Neuzeit steht.

Das frühe sechzehnte Jahrhundert ist eine Zeit großer Veränderungen. Kolumbus hat Amerika entdeckt. Englische, spanische, holländische und portugiesische Flotten segeln über die Ozeane und die bekannte Welt wird immer größer. Im polnischen Torun verkündet Nikolai Kopernikus, die Erde sei nicht der Mittelpunkt des Universums. Sie sei ein Planet wie Venus, Mars und Jupiter und kreise wie diese um die Sonne. Doch kaum einer glaubt an diese dem gesunden Menschenverstand so offensichtlich widersprechende These.

In Mainz hat Johannes Gutenberg den Buchdruck mit beweglichen Lettern erfunden und eine regelrechte Medienrevolution angestoßen. Immer mehr Menschen können jetzt lesen, denn Bücher und Flugschriften sind viel billiger als die von Hand kopierten Exemplare. Große Fürsten veranstalten prächtige Ritterturniere, doch die große Zeit der Ritter ist längst vorbei. Auf den Schlachtfeldern kämpfen nun Heere von Landsknechten. Die römische Kirche entfaltet eine beispiellose Pracht. Die berühmtesten Maler, Bildhauer und Architekten stehen in den Diensten der Päpste. Um diesen Luxus zu finanzieren, werden so genannte Ablassbriefe verkauft. Zettel mit dem päpstlichen Siegel, die den Käufer von seinen Sünden freikaufen und ihm angeblich die Qualen der Vorhölle ersparen. Das missfällt vielen Gläubigen.

Im kursächsischen Wittenberg versucht ein Augustinermönch namens Martin Luther in 95 Thesen wissenschaftlich zu beweisen, dass der Ablasshandel ein Irrweg ist. Und in genau dieser aufregenden Zeit tauchen unverhofft die Abrafaxe auf. Vom mitteldeutschen Mansfeld aus stürzen sie sich in ein neues Abenteuer.


Die erste Ausgabe lässt sich recht unterhaltsam und flüssig an und beginnt mit einer grafisch sehr schönen Doppelseite am Wimmelburger Kloster St. Cyriacus. Dort herrscht nach langen Wochen des Winters reges Treiben. Viele hundert Menschen haben sich hier versammelt. Sie hoffen auf Genesung und Linderung ihrer Leiden. Doch ist es kein berühmter Arzt, von dem die herbeiströmenden Menschen Hilfe erhoffen. Heilung erwartet man vom Klang eines silbernen Glöckchens, das sich im Besitz der Mönche befindet. Auch der Mansfelder Minenbesitzer Hans Drachstädt mit seiner Frau Margarethe und seinem Sohn Michael erhoffen sich in Wimmelburg ein Wunder. Michael hat das vermeintliche Laster, auf alles und überall seine Zeichnungen hinterlassen zu müssen. Doch die merkwürdige und natürlich völlig wirkungslose Art der Heilung kostet erstmal viel Geld.
Wenig später stellt sich heraus, dass das Geld eine Fehlinvestition war, denn Michael bemalt die frisch geweißten Stallwände des elterlichen Hofes. Vater Drachstädt enteilt wutentbrannt in den Gasthof und Sohnemann Michael versteckt sich sicherheitshalber in einer väterlichen Bergwerksmine. Dort trifft er auf die Abrafaxe, die gerade nach einem Zeitsprung in der Mine angekommen sind.

Nach einem ersten Schreck, Michael hält die drei Helden für Bergmännlein, kommen sich alle näher.
Zurück auf dem elterlichen Hof erhalten die Abrafaxe zeitgemäße Kleidung, da sie noch ihre römische Bekleidung trugen.

Vater Drachstädt erfährt unterdessen im Wirtshaus „Zum Kupferadler” von Meister Rothbusch, das der Beruf des Malers eine gut bezahlte Tätigkeit sein kann. Dank der neuen Erkenntnisse wird beschlossen, Michael zu Lucas Cranach nach Wittenberg in die Lehre zu schicken. Zusammen mit den Abrafaxen macht sich dieser auf den Weg.

Die Story rund um die Reformation verspricht interessant zu werden. Zudem sehr passend, denn 2017 steht ja das 500jährige Jubiläum an!

Mosaik Heft 483

von Michael Hüster
Stichwörter: Mosaik Verlag, Abrafaxe

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