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30.05.2016

Splitter

Sintflut

Splitter - Sintflut

Der Punk und Nomade zu Wasser, Jason, und Normaēe, ein weiblicher Klon in Hot Pants, machen sich auf in ein Abenteuer auf der überfluteten Erde.

Während Jason, eine Art unabhängiger Pirat, eher nach Beute aus ist, trachtet das Mädchen danach, ihren geheimnisvollen Auftrag zu erledigen, für den sie explizit erzeugt wurde. Sie dringen in eine verborgene Basis ein und werden zunächst von aufgerüsteten Soldaten gestellt, von denen sie jedoch nicht lange aufgehalten werden können. Sie jagen weiterhin ihren eigentlich unterschiedlichen Beweggründen nach! Immer wieder wird das Duo mit Hindernissen und Unwägbarkeiten konfrontiert, so dass sie sich ihren Weg freikämpfen müssen.

Das ist eine Science-Fiction-Abenteuer mit wirklich reichlich Action. Die Atmosphäre erinnert schwach an einen Alien-Film, ebenso manches Design, vor allem die Art, wie Monster dargestellt werden; derer gibt es vorwiegend aus der Gattung der Seeungeheuer. Dazu flimmern Hologramme ab und an auf und eine Königin im Wasserglas ist auch mit im Spiel, halb Gewürm oder Muräne, einer Seejungfrau mit schlangen ähnlichem Hinterleib nachgebildet. Dazu treten weitere seltsame Kreaturen auf, absonderliche Lebewesen oder Cyborgs. Teilweise mit verwirrenden Drähten und Schläuchen rund um die Anatomie. Eine sich anbahnende Romanze der beiden Protagonisten geschieht innnerhalb weniger Seiten – naja ...
Ein wenig (ent-)täuschend finde ich den Titel. Ja, es regnet unaufhörlich auf dem Planeten und das Geschehen findet zum großen Teil unter Wasser statt; doch es ist beileibe nicht immer klar ersichtlich, in welchem Element sich gerade was abspielt. Denn es gibt eine hermetische Welt mit Atmosphäre im Meer. Eigenartig ist ebenso die Umgebung. Eindeutung ist der Eiffelturm auf dem Grund des Meeres zu entdecken, doch das dazugehörige Umfeld erscheint eher aus dem Reich der Fantasy, denn es wimmelt von außerirdisch anmutenden Wesen. Ansonsten ist eine Sintflut, wie man sie allgemein versteht, nicht im Spiel.

Zwar ist die Geschichte dicht konzipiert – es passiert aber nicht soo viel auf den Seiten, was für eine sinnvolle Handlung mit tiefer gehendem Anspruch steht, dafür sind die gestrafften Zeitabläufe mit leichten Lücken in der Logik behaftet. Aber die graphische Darstellung und die Farben machen viel her! Interessant sind also auf jeden Fall die fantastischen Zeichnungen, fantastisch auch im Sinn von einfallsreich, was die Flora und Fauna angeht; und auch die Antwort auf die Frage, was der hübsche und durchaus sexy aufspielende Klon tatsächlich beabsichtigt!

Sintflut
Text: Nicolas Pona, Zeichnungen: Jesús Hervás Millán
96 Seiten
Splitter Double
19.80 Euro

von Rolf Pressburger
Stichwörter: Splitter

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Sintflut Gesamtausgabe

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