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04.07.2016

ASJA WIEGAND: Nennt es Manga, wenn ihr wollt!

Zwerchfell: STERNE SEHEN

ASJA WIEGAND: Nennt es Manga, wenn ihr wollt! - Zwerchfell: STERNE SEHEN

“Sterne Sehen” ist eine auf zwei Bände angelegte Geschichte, in der Asja Wiegand zeichnerisch zu ihren Wurzeln als Manga-Zeichnerin zurückkehrt. Dabei überlässt Sie im ersten Teil dieser sommerlichen Geschichte es noch der Leserschaft zu entscheiden, ob es sich hier um urbane Fantasy oder ein melancholisch erzähltes Freundschafts-Drama handelt.

Nina verlässt ihre Wohnung in lockerer Freizeitbekleidung um auf Jogging-Tour zu gehen. Diese führt sie durch die nähere Umgebung ihres Wohnsitzes. Dabei stößt sie auf Reporterteams, die gerade über einen größeren Brand berichten. Feuerwehrteams sind noch mit dem Löschen beschäftigt. Als Nina ihren Lauf durch die angrenzenden Wiesen fortsetzt, trifft sie ein Mädchen, das sich scheinbar verletzt hat. Man kommt sich schnell näher und Ela, so heißt die junge Dame, behauptet, eine Außerirdische zu sein. Natürlich glaubt Nina ihr nicht, dennoch entsteht eine zunehmende Freundschaft zwischen den Beiden. Und je besser Nina Ela kennen lernt, umso klarer stellt sich die Frage – ist es denn wirklich unmöglich, dass Ela ein Alien ist?

Die ganze Geschichte ist hauptsächlich eine Interaktion zwischen zwei Personen: Nina und Ela. Asja Wiegand zu der Frage, wie sie auf die beiden Hauptfiguren gekommen ist: „Die beiden Charaktere begleiten mich ja schon ganz lange. Allerdings in verschiedenen Mutationen… die ersten Zeichnungen auf denen man sie als Nina und Ela erkennen würde, sind von 2003 in etwa. Da war Ela bereits das Alien, das sich bei Nina “einnistet”, aber mit deutlich anarchistischerem Touch. Natürlich haben sich die beiden über die Jahre auch mit mir verändert, aber vermutlich stehen sie für irgendwelche grundlegenden Charakterzüge meinerseits, sonst wäre ich nicht so beharrlich drangeblieben, irgendwann, also jetzt, ihre Geschichte zu erzählen.“

Das Asja ihre Heldin Nina durch die Natur laufen lässt, hat übrigens einen Grund. Asja: „Ich zeichne einfach so gern Natur! Lauter kleine Blättchen an einen Baum zeichnen, das kann sehr entspannend sein. Nein, im Ernst. Ich hatte von Anfang an einfach einen Wunsch nach so einer Art Balance zwischen Natur und Stadt im Setting der Geschichte. Immer wieder kehrt die Geschichte ja in Ninas kleine Wohnung zurück, dem wollte ich dann in anderen Szenen möglichst offene Landschaften entgegensetzen.

Generell mag ich es sehr gern, Hintergründe zu zeichnen, ob urban oder Natur. Sie beleben so eine Comic/Manga-Story ungemein, meiner Meinung nach. Und sie können auch viel über eine Figur aussagen, Ninas Wohnung erzählt natürlich auch etwas über die Figur Nina. Aber man kann Hintergründe ja auch anders nutzen, als nur die “Fakten” zu zeichnen, Hintergründe vermitteln ebenso gut Stimmungen – subtil, aber dennoch eindringlich, im besten Fall.“

Und Asja gibt auch eine Aussicht auf den abschließenden zweiten Band: „Die große Frage von Band 1 wird jedenfalls mehr als nur einmal beantwortet werden. Und natürlich wird man Nina und Ela noch besser kennen lernen, so wie auch die Beiden einander noch besser kennen lernen werden!“

Asja Wiegard
Sterne Sehen 1
SC, 70 Seiten, s/w
ISBN: 9783943547283
10,00 €

von Michael Hüster
Stichwörter: Zwerchfell

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