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21.07.2016

toonfish

Walk of the Dead

toonfish - Walk of the Dead

Ein Zombie ist aus einem Forschungslabor entkommen – nein, eher eine Zombiene.
Das ist eine Untote „mit Riesenmöpsen“ (Originalton tattriger Wissenschaftler).

Zusammen mit einem Polizisten (Eric, klar!), der zuvor allein im Krankenhaus erwachte, und einer anderen eher zufällig mitreisenden tapsigen aber toughen Göre (Jane) startet er die Suche. Ein vierter versehentlicher Freiwilliger und eine farbige Amazone schließen sich dem Team an! Ihre Reise führt sie bis vor die Tore eines Gefängnisses. Was ist da drin los? Man will es auskundschaften und kommt zum Finale dieses Abenteuers! Alles schon da gewesen? Auf eine Weise schon. Walk of the Dead ist eine Persiflage auf zeitgenössische Untoten-Literatur! Zwar ist die Geschichte eine auf fast 100 Seiten angelegte Suche nach einem Gegenmittel der Zombie-Seuche, die beinahe alle Menschen heimsuchte, doch das Besondere daran sind die geschickt integrierten Pointen auf fast jeder Seite! Mal etwas heftiger, mal banal. Also ist der Comic prall aufgedunsen mit Slapstick, Hirnverbranntem und absurden philosophischen Schlussfolgerungen, aber auch mit Gaga und anderen komischen Ideen und jeder Menge Zombie-Schnipsel, z.B. in Einmachgläsern.
Die Zeichnungen sind nicht sehr filigran, doch routiniert, zeichnerisch in etwa dem Stil der Peanuts oder Hägar nachempfunden, also für diese Art Humor prima geeignet.
Da es ein Funny ist, finde ich die phasenweise derben Darstellungen und Texte auch nicht gar so eklig oder abschreckend. Irgendwie fehlt mir aber eine richtige Knallerpointe, die Komik ist oft sehr wurmstichig, also überreif. Amüsant zu lesen ist der Comic vor allem, wenn man die vielen Anspielungen versteht, die sich auf das Original von Kirkman beziehen!

Walk of the Dead
Szenario: Lapuss', Zeichnungen: Ztnarf, Farben: Tartuff
96 Seiten
toonfish
19,95 Euro

von Rolf Pressburger
Stichwörter: toonfish

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Walk of the Dead

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