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28.09.2016

Auf 62 Seiten drehen die Autoren einen spannenden Comic-Krimi im zeitgenössischen Ambiente des Jahres 1946

Salleck Publications: Pin-up 10

Auf 62 Seiten drehen die Autoren einen spannenden Comic-Krimi im zeitgenössischen Ambiente des Jahres 1946 - Salleck Publications:  Pin-up 10

Mit der Serie Pin-up lassen Yann und Berthet die 1940er-60er Jahre wieder auferstehen und werfen einen ironisch-zynischen Blick auf diese Epoche.

Band 10 hat bei mir durch seinen Titel „Die Akte Alfred H.“ spontane Aufmerksamkeit erhalten. Natürlich geht es um Alfred Hitchcock selbst, der nicht etwa nur einen Kurzauftritt im Comic hat, sondern einer der Hauptdarsteller in dieser Folge von Pin-up ist. Die Autoren Berthet und Yann geben den Lesern einen Einblick in die Glamourwelt des Films der 1940er Jahre.

Das Ganze spielt im Jahre 1946. Dottie Partington arbeitet in Los Angeles für einen Privatdetektiv. In einer heißen Sommernacht fährt sie mit ihrem Auto durch die Hügel in der Nähe der Großstadt an der Westküste. Da läuft ihr unvermittelt eine Unbekannte, den Rücken von Peitschenstriemen übersät, ins Auto. Völlig panisch bitte sie Dottie um Hilfe, da sie Angst hat, von ihrem Verfolger ermordet zu werden. Als Dottie im nahe gelegenen Wald eine Silhouette entdeckt, nimmt sie sich einen Revolver aus dem Wagen und sucht die nähere Umgebung ab. Ergebnislos kehrt sie zum Wagen zurück. Zu Dotties Überraschung ist die junge Frau jedoch spurlos verschwunden.

Wie sich wenig später herausstellt, handelte es sich bei der blonden Frau, die ihr ins Auto lief um Grace Mac Guffin, die gerade einen Film mit dem großen Regisseur Alfred Hitchcock drehte. Sie galt als angehender Superstar. Dottie beschließt, auf eigene Faust in dem Fall tätig zu werden.

Sie ermittelt im Umfeld der Filmcrew und wird sogar von Hitchcock für einige Takes engagiert. Durch eine Filmszene, die eigentlich verschwinden sollte, gerät Hitchcock selbst unter schweren Verdacht, an dem Verschwinden von Grace Mac Guffin als Auftraggeber zumindest beteiligt gewesen zu sein…

Die Serie von Berthet und Yann ist eine echte Comic-Perle. Die Zeichnungen sind sehr ansprechend. Auf 62 Seiten drehen die Autoren einen spannenden Comic-Krimi im zeitgenössischen Ambiente des Jahres 1946: Autos, Drive in Tankstelle, Bar, Radios, Büroeinrichtung, Kleidung, Filmstudio und Requisiten mit Wiederentdeckungswert, Hotelansichten, dass alles wirkt sehr authentisch und vermittelt dem Leser, eine Reise zurück in die Golden Fourties zu machen. Das i-Tüpfelchen ist natürlich, dass sich die Story rund um Hitchcock, dem Master of Suspense, dreht. Bis zum Jahr, in dem der Comic spielt, hatte Hitchcock schon legendäre Streifen wie „Der Mann, der zuviel wusste, Die 39 Stufen und Rebecca“ gedreht.

Übrigens hat der Name der verschwundenen Schauspielerin MacGuffin einen Insider-Hintergrund: der so genannte MacGuffin war ein von Hitchcock in seinen Thrillern sehr häufig verwendetes Element, das die Handlung vorantreibt oder sogar initiiert, obwohl es für die Entwicklung der Figuren und für den Zuschauer inhaltlich völlig bedeutungslos und austauschbar war.

Diesen Salleck-Band gibt es als Normalausgabe und als Vorzugsausgabe mit Druck.

Pin-up 10: Die Akte Alfred H.

von Berthet und Yann
SC, 62 Seiten, farbig

von Michael Hüster
Stichwörter: Salleck

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