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30.03.2017

Splitter

Nibiru: Ohne Widerkehr

Splitter - Nibiru: Ohne Widerkehr

Dies ist eine Geschichte, in welcher der rote Lebenssaft eine existenzielle Rolle spielt. Es geht um die Rettung der gesamten Menschheit.

Unser Planet ist in großer Gefahr!
In nicht allzu ferner Zukunft ist es in geheimen Kreisen nichts Neues mehr, dass der Planet Nibiru mit der Erde kollidieren könnte. Er zieht seine Bahn als 10. Planet und kommt alle 3600 Jahre der Erde gefährlich nahe. Und mit einer geheim gehaltenen „Arche“ könnte die Menschheit gerettet werde. Allerdings kann sie  mysteriöserweise nur mit Blut angetrieben werde. Deshalb wird einerseits Blut in rauen Mengen gesammelt, andererseits wird Blut benötigt, um Transfusionen durchzuführen, ohne die kein Mensch aufgrund der globalen Bluterkrankheit überleben kann. Manchmal ist es knapp. Und so eine Konstellation ist natürlich auch politisch sehr kritisch. Denn eine andere Glaubensrichtung besagt, nur die „Götter des Blutes“ seien in der Lage, die Erde zu retten. Also besteht Hoffnung wie so oft in der Diskrepanz zwischen Wissenschaft und Religion. Das ruft bekanntermaßen einen „Erlöser“ auf den Plan bzw. hier eine Heldin in Person der jungen Alicia. Sie bekommt ihre innovative, außergewöhnliche Kraft in Form einer organischen Waffe, das ist ein so genannter „Nagual“, der ihr als rechten Arm transplantiert wurde. Sie kann sich so mit einer anderen Schöpfung mit Hilfe der Technologie der Götter des Blutes vereinen. Und Nibiru kommt …

Die Geschichte mutet nur zunächst wie eine Vampir- bzw. Zombiegeschichte an, weil im Blutrausch schon mal in Fleisch gebissen wird, um Blut ab zu bekommen. Es ist Science-Fiction mit unüblichen bis abstrusen Elementen. Die Gesellschaft wird skizziert wie in einer von Revolution zerrissenen politischen Landschaft. Es gibt einige Wendungen und fast unglaubliche Erkenntnisse. Futuristisches Design ist ebenso vorhanden wie ein paar wenige mystische Element, Magie und Horror. Mit etlichen Zeitsprüngen (Rückblenden) ist die Geschichte ein wenig anstrengend zu lesen. Die Zeichnungen sind größtenteils aber von den Koloristen farblich darauf abgestimmt und bestechen auch durch Reminiszenzen, z.B. an die Alien-Filme, Maya-Mysterien und sonstiges Fantastisches. Also ein Abenteuer, das in einigen Teilen nicht unbedingt was gänzlich Neues bietet. Aber auf jeden Fall Spannung und einen so nicht erwarteten und wirklich überraschenden Schluss!

NIBIRU
Text: Izu, Zeichnungen: Mathieu Moreau
96 Seiten
Splitter Double
19,80 Euro

von Rolf Pressburger
Stichwörter: Splitter

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Nibiru: Ohne Wiederkehr

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