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02.06.2017

Das Finix-Programm bis Ende 2017: Jugurtha +++ Jackie Kottwitz +++ Karl +++ Nash +++ Raj

Frank-Oliver Hornig: Alle Finixer funktionieren im Team sehr gut

Das Finix-Programm bis Ende 2017: Jugurtha +++ Jackie Kottwitz +++ Karl +++ Nash +++ Raj - Frank-Oliver Hornig: Alle Finixer funktionieren im Team sehr gut

Die Finix-Highlights im noch folgenden Programm für 2017 dürften sicherlich die Gesamtausgaben von Jugurtha, Jackie Kottwitz und Karl sein. Bei den Finix-typischen Komplettierungsbänden gibt es die finalen Storys von Raj und zudem geht Nash bei Finix mit Doppelbänden in die nächsten Runden. Frank-Oliver Hornig von Finix Comics beantwortete die Fragen von PPM.

Hallo Oliver. Jugurtha, Jackie Kottwitz, Karl, Nash,  Raj.  Da habt ihr bei Finix wieder einiges an Material im Programm bis Ende 2017. Wie schafft ihr es als Verein, immer wieder soviel Comics zu veröffentlichen? Wer ist alles an der Produktion beteiligt? (Produktion, Lettering, Kolorierung etc.)
 
Frank-Oliver Hornig: Na ja, wir kommen mit wenig Schlaf aus, vernachlässigen unsere Familien, nerven unser berufliches Umfeld etc. Darüber hinaus haben sich die Produktionsabläufe inzwischen hervorragend eingespielt. Alle Finixer funktionieren im Team sehr gut und alle Beteiligten haben immer noch die Begeisterung der Anfangszeit ins Heute hinüber retten können. Ohne dieses Engagement würden wir den Ausstoß eines Comics pro Monat sicherlich schon lange nicht mehr stemmen können. Derzeit besteht unser Team aus vier Übersetzern und Lektoren, dazu drei Letterer. Weitere Kolorierungen stehen erstmal nicht an, so dass vor allem Kai Frenken, der, neben dem Lettering auch fürs Layout der Alben und unseren Programm-Flyer zuständig ist, derzeit etwas durchatmen kann. Schließlich gibts noch zwei weitere Mitglieder die den Gesamtproduktionsprozess im Auge behalten.

Wie genau erfolgt die Entscheidungsfindung über neue Finix-Publikationen?
 
Frank-Oliver Hornig: Die Mitglieder geben ja jedes Jahr ihr Votum ab, das 10 Wunschtitel beinhaltet. Das Ranking dieser Wunschliste ist dann die Basis für unser Programm. Dann treten die gleichen Mechanismen ein, wie sie jeder andere Comicverleger auch für seine Programmgestaltung treffen muss. Macht eine Veröffentlichung überhaupt Sinn (Wirtschaftlichkeit/Kundennachfrage)? Liegt das Material in digitaler Form vor? Kann man sich mit den Lizenzgebern einigen? usw.
In unserem speziellen Fall stellt sich zudem seit einiger Zeit die Frage, führen wir die Serie nur fort oder starten wir sie noch mal von vorn.
 
Wie kommt ihr trotz der immensen Konkurrenz von über 75 Comic-Verlagen und comicproduzierenden Buchverklagen immer noch an interessantes Lizenzmaterial?
 
Frank-Oliver Hornig: Unser Alleinstellungsmerkmal - die Fortsetzung abgebrochener Serien - hat uns hier in der Vergangenheit sicherlich sehr geholfen. Allerdings ist es seit ca. 2 Jahren auch für uns noch einmal schwieriger geworden, da im Zuge der Gesamtausgaben-Offensive am Markt auch viele ältere Serien nun in den Focus anderer Verlage gerückt sind und die Linzengeber ein großes Interesse daran haben, ihr bereits erschienenes Material nochmals komplett neu verkaufen zu können.
Insofern ist auch das wirtschaftliche Risiko für uns größer geworden, zumal wir den "Rahm" an qualitativ hochwertigen abgebrochenen Serien allmählich abgeschöpft haben. Dass wir nun auch mal häufiger abgebrochene Serien von vorn beginnen (müssen) ist eine direkte Folge der aktuellen Marktsituation.

Die Ankündigung der Karl-Gesamtausgabe war eine echte Überraschung. Wie und wann seid ihr in Kontakt gekommen? Wer hatte die Idee zur GA?
 
Frank-Oliver Hornig: Die Idee zur GA hatte Michael Apitz selbst, der sich eine möglichst wertige Edition seines Comic-Ouvres wünschte. Hier und nicht nur hier, lagen wir von Anfang an auf einer Wellenlänge. Die Initiative zu einer Neuedition ging ebenfalls von Michael aus, der in seinem Umfeld immer wieder auf die Serie angesprochen wurde.

Natürlich hat er zuerst bei größeren und namhafteren Verlagen angefragt. Warum daraus nichts wurde? Keine Ahnung. Jedenfalls wurde ich irgendwann im Verlaufe des letzten Jahres von einem Verlagskollegen darauf angesprochen und stellte gleich einen Kontakt her. Von Vorteil war sicherlich auch der Umstand, dass ich einen persönlichen Zugang zur Serie habe, da ich in der gleichen Region (Rheingau/Wiesbaden) aufgewachsen bin, in der der Comic in großen Teilen spielt und dort auch heute wieder meinen privaten Lebensmittelpunkt gefunden habe.
 
Hat der damalige Karl-Szenarist Patrick Kunkel neben seinem Job als hauptamtlicher Bürgermeister noch Zeit,  Bonuskurzgeschichten zu schreiben oder wird das Szenario Zeichner Michael Apitz mit übernehmen?

 
Frank-Oliver Hornig: Patricks Job als Bürgermeister ist leider so zeitintensiv, dass er keine Zeit dafür finden wird. Aktuell arbeiten Mitglieder des Finix und Michael an der Umsetzung der Kurzgeschichten. Darüber hinaus wird Dr. Alex Jakubowski im Sekundärteil das KARL - Universum um einige neue und spannende Infos erweitern. So wird es u.a. ein ausführliches Interview mit den Künstlern geben.

Wo ist Finix 2017 auf Comicveranstaltungen ggf. mit einem Stand vertreten?
 
Frank-Oliver Hornig: Das Tagesgeschäft ist so arbeitsintensiv, dass für 2017 keine offizielle Messe geplant ist. Für Erlangen 2018 ist aber wieder ein Messeauftritt geplant.

von Michael Hüster
Stichwörter: Finix-Comics

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