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04.08.2017

Splitter

Lady Mechanika

Splitter - Lady Mechanika

Zu Ende des 19. Jahrhunderts, in einem utopischen England, findet ein große Messe statt: Die Mechani-Con. Hier werden neue Erfindungen vorgestellt und zukünftige Pläne offeriert.

Lady Mechanika ist eine junge Heldin, allseits bekannt, ein Mensch mit teilweise mechanischen Bausteinen! Sie sucht ihre eigenen Ursprünge und eine junges Mädchen, halb mechanisch wie sie selbst, das zunächst tot auf der Straße gefunden wurde und danach verschwunden ist. Der „Ingenieur“ hat sie nun in ihren Klauen. Von ihm sagt man, er sei mit dem Teufel im Bunde! Lady Mechanika trifft auf eine wohl gut bekannte alte Feindin, Commander Winter, eine rothaarige Kämpferin mit Augenklappe und besiegt sie zunächst. Auf der weiteren Suche stößt sie auf einen Zirkus und entrinnt da knapp einem Angriff eines Pumas mit Hilfe ihres alten Freundes Lewis. Das verschwundene Mädchen könnte die Tochter eine Zirkusmitgliedes sein, Seraphina. Derweil schmieden die lädierte Commander Winter und der suspekte und im Nebel agierenden Nathaniel Blackpool düstere Pläne! Und auf der Mechani-Con wird ein riesiges fliegendes Monstrum vorgestellt. Eine Kreuzung von Nemo's Unterseeboot Nautilus und einem außerirdischen Raumschiff, wie man es von den Filmen um Alien her kennt …

Das alles im Design des Steam Punkt, wie unschwer schon anhand des Titelbildes gesehen werden kann! Sehr düster, mechanisch, spitz und mit jugendstilartigen Verzierungen! Die Zeichnungen zeigen ihr Bestes dementsprechend in diesen Details. Ansonsten wirken sie sehr amerikanisch, so auch die Panelaufteilungen sowie die teilweise übergroß hervortretende Einzelbilder. Die Handlung hat ebenfalls eine gute Portion jener allseits bekannten Superheldencomics. Nicht zu vergessen die typische Aufgliederung in Kapiteln. Ein wenig geschwätzig textlastig, ausreichend knallende Action und natürlich sexy Ladys in fantasievollen Kostümen mit High-Tech-Waffen. Dazwischen aber auch mal und schön anzusehen Kleidung, Bauten und Fahrzeuge (Lokomotive) des Londons zu Ende des 19. Jahrhunderts. Kein Wunder, ist doch der Schöpfer der Serie ein alter Routinier, der schon für etliche amerikanische Superhelden-Verlage gearbeitet hat!

Die Story ist überraschenderweise komplex, auch wenn die oberflächliche Betrachtung auf altbekannte Handlungsbögen verweist und die Suche einer Heldin nach ihrem Schöpfer, bzw. Designers nicht neu ist. Es gibt in diesem 1. Band noch nicht zusammengeführte Handlungsstränge und etliche Protagonisten, die auf eine spannende Fortsetzung hoffen lassen! Denn das Geheimnis der halb-mechanischen Menschen liegt noch im Dunkeln. Der Band beinhaltet eine kurze Vorgeschichte und ein paar Seiten Bonuszeichnungen (Originalcover der Einzelhefte).

Lady Mechanika
Text und Zeichnungen: Joe Benitez
112 Seiten
Splitter
19,80 Euro

von Rolf Pressburger
Stichwörter: Splitter

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Lady Mechanika 01

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