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29.12.2017

MomENTE der Weltgeschichte

Die Duckomenta im Archäologischen Museum Hamburg ist noch bis zum 4.2.18 zu sehen

MomENTE der Weltgeschichte - Die Duckomenta im Archäologischen Museum Hamburg ist noch bis zum 4.2.18 zu sehen

InterDuck, gegründet 1982, ist eine Gruppe von Designern, Künstlern, Filmemachern, Architekten und Geisteswissenschaftlern, die die Neigung zum skurrilen Humor und die besondere Vorliebe für die Comic-Strip-Figuren aus dem legendären Ort Entenhausen zusammengeführt hat.

InterDuck stellt die Frage, welche Werke die wichtigsten Künstler der Vergangenheit wohl hinterlassen hätten, hätten auch sie diese Comic-Charaktere gekannt und geliebt. Die Kunst- und Kulturgeschichte müsste wohl umgeschrieben werden. Genau dieses hat sich InterDuck vorgenommen. Dabei werden die Mittel des künstlerischen Zitats und der Verfremdung genutzt. InterDuck nimmt ihre Vorbilder ernst. Bei ihren Werken handelt es sich nicht um Computermanipulationen, sondern ausschließlich um reale Malerei, Graphik oder Skulptur.

Das Archäologische Museum Hamburg zeigt noch bis zum 4. Februar 2018 die Sonderausstellung „DUCKOMENTA – MomEnte der Weltgeschichte“. Die Ausstellung widmet sich einer noch völlig unbekannten Kultur, einem gänzlich unentdeckten Enten-Universum, das sich unbemerkt von den Menschen parallel entwickelt hat. Von der Steinzeit bis zur Mondlandung präsentiert die Ausstellung augenzwinkernd die Welt- und Kulturgeschichte der Entenzivilisation.

Über 200 Werke und große Persönlichkeiten sind in einer frechen Neuinterpretation zu sehen, darunter die „Duckfretete“, „Dötzi“ und „Che Duckevara“. In der Schau sind wichtige Namen der Geschichte wie Luther, Bach, Napoleon und Goethe im Federkleid vereint, aber auch vor den Ikonen des 20. Jahrhunderts wie Picasso, Andy Warhol und Marilyn Monroe macht die Verfremdung nicht Halt. Selbst archäologische Funde zeugen von der rätselhaften Zivilisation des Entenvolkes. Jedes der Exponate ist ein überraschendes Wiedersehen mit bekannten Kunst- und Kulturobjekten von Weltrang.

Neue Exponate für die DUCKOMENTA in Hamburg Speziell für die Präsentation in Hamburg werden neue ironische und witzige Werke angefertigt. Die Künstler unternehmen dabei einen Ausflug in die Hamburger Frühgeschichte und beschäftigen sich mit dem Leben und Wirken des Hamburger Missionars Ansgar sowie dem Wikingerüberfall auf Hamburg von 845. „Ansgar war weit über die Grenzen des fränkischen Reichs dafür bekannt, immer in Begleitung seines Enterichs Rimduck zu reisen. Als die Wikinger 845 Hammaburg überfielen, plünderten und niederbrannten, entkamen Ansgar und Rimduck nur knapp. Während Ansgar schließlich nach Bremen floh, zog seine Ente sich als Einsiedler auf eine Elbinsel zurück. Noch heute erinnert der Name „Entenwerder“ an diesen besonderen Bewohner vor fast 1200 Jahren. Ein mittelalterlicher Künstler hat diese außergewöhnliche Freundschaft zwischen Ansgar und Rimduck ausdrucksstark auf einer gotischen Bildtafel um 1457 festgehalten“, so der Kurator der Ausstellung, Dr. Michael Merkel. Außerdem haben sich die interDuck-Künstler eines weiteren archäologischen Kunstobjektes angenommen: Eiszeitliche Venusstatuetten werden im Rahmen der Ausstellung in Hamburg nun erstmalig in den „Enten-Kosmos“ aufgenommen. Die neuen Objekte, aber auch das unterhaltsame Rahmenprogramm, machen die „DUCKOMENTA“ zu einem Riesenspaß für die gesamte Familie.

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von Michael Hüster
Stichwörter: Duckomenta

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