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03.12.2018

Neu bei Zwerchfell

DON’T TOUCH IT!

Neu bei Zwerchfell - DON’T TOUCH IT!

Timo Grubing: Stephen King, H.P. Lovecraft, E.A. Poe, aber auch die alten „Tales from the Crypt“ oder die deutschen Gruselcomics waren immer meine bevorzugte Literatur.

Timo Grubing geizt in seinem ersten abendfüllenden Comic nicht mit Querverweisen auf die Klassiker des Horror-Kanons. Von Bradbury bis King, abgerundet mit einer gehörigen Portion Carpenter und einer Prise Hitchcock lässt DON’T TOUCH IT! den Grusel und Bodyhorror der 80er Jahre von der Leine. Unbekümmert und ungeschnitten!

„Don't touch it“ feiert seine Buchpremiere stilecht vom 9. bis zum 11. November auf der House of Horrors-Convention in der Turbinenhalle Oberhausen. Dort kann man den Künstler Timo Grubing – übrigens gebürtiger Bochumer, der weiterhin in seiner Geburtstadt wohnt und arbeitet, live am Zwerchfell-Stand treffen und sich natürlich eine Signatur samt persönlicher Widmung abholen und im Gespräch sicher auch mehr zu seinem Debüt mit seinem ersten eigenen Comic-Band erfahren …

PPM stellte Timo Grubing Fragen rund um sein Werk.



PPM: Wie entstand die Idee zu  „Don’t touch it!“?
 
Timo Grubing: Ursprünglich wollte ich einfach den alljährlichen Hashtag #inktober mit einem zusammenhängenden Projekt füllen, sprich nicht einfach Einzelillus, sondern jeden Tag ein Panel, aus dem sich am Ende ein netter kleiner Comic entwickelt. Ende Oktober 2016 war die Story gerade angelaufen, und so sollte es sich noch etwas ziehen... bis Anfang 2018, um genau zu sein. Die Idee zur Grundstory beruht auf der Faszination, die verbotene Dinge ausstrahlen, gerade im jugendlichen Alter der Protagonisten...

PPM: Wie entstand die Verbindung zu Zwerchfell?

Timo Grubing: Ich hab vor einigen Jahren eine Story für die bei Zwerchfell erscheinende Anthologie "Die Toten" illustriert, die Bochum-Episode. Wie genau damals der Kontakt zustande kam, kann ich gar nicht mehr genau sagen. Aber so war Zwerchfells Interesse an meinem neuen (und ersten eigenen) Comicprojekten dankbarerweise schnell geweckt.
 
PPM: Seit wann bist du als zeichnender und schreibender Comic-Künstler tätig?
Was waren deine bisherigen Arbeiten?


Timo Grubing: Eigentlich bin ich seit knapp 10 Jahren als selbstständiger Illustrator vor allem im Kinder- und Jugendbuch bereich tätig. Hier illustriere ich z. B seit zwei Jahren die "Ich schenk Dir eine Geschichte Comics". Das macht großen Spaß, doch wollte ich mich auch mal im Horrorbereich austoben. Das hab ich damit geschafft :)
 
PPM: Welches sind die wichtigsten Protagonisten in deinem Comic-Band?

Timo Grubing: Eigentlich sind alle Protagonisten wichtig. Außer dem Dad. Der ist ziemlich austauschbar.

PPM: Worum geht es inhaltlich in deinem Buch?

Timo Grubing: Es geht, wie gesagt, um die Faszination des Verbotenen, die vor allem in der Pubertät durch Eltern und Gesellschaft auferlegt nach Verbotsbruch schreien. Alkohol, Drogen... all das soll man nicht anfassen, aber wer hält sich wirklich daran...? Im Comic wird die Folge dieses Verbots leicht überspitzt.

PPM: Du setzt in deinem Buch komplett auf s/w-Optik. Warum hast du dich für diese Variante entschieden?
 
Timo Grubing: Für mich hat schwarz-weiß oft wesentlich mehr Atmosphäre als knallige Farbigkeit. Der Fokus liegt auf dem Kontrast und den Bildern.
 
PPM: Gab es Inspirationen anderer Autoren für dein Werk?

Timo Grubing: Ja klar. Der Comic strotzt ja nur so von Hommagen und Anleihen an Klassiker des Horrors. Allen voran kann ich natürlich Stephen King als meine Hauptinspirationsquelle nennen, dessen Fan ich seit meinem 10ten Lebensjahr bin. Aber auch neue "Instant Classics" wie "Stranger Things" haben mich da natürlich stark beeinflusst und motiviert.
 
PPM: Bist du selbst Horror/Krimi-Fan? Was sind ggf. deine Lieblingswerke?

Timo Grubing: Japp, Stephen King, H.P. Lovecraft, E.A. Poe, aber auch die alten Tales from the Crypt oder die deutschen Gruselcomics waren immer meine bevorzugte Literatur. Genauso die Filme der 80er von z. B Carpenter und Craven. Mein aktueller Lieblingshorrorfilm allerdings ist "It follows".
 
PPM: Woran arbeitetest du neben deiner Comic-Tätigkeit?  

Timo Grubing: Wie gesagt bin ich ansonsten sehr gut mit meinen normalen Illujobs beschäftigt und meine Comictätigkeit ist leider noch eher die Nebenbeschäftigung als Ausgleich zu den "braven" Illus. Vielleicht wendet sich das Blatt ja noch mal :)
 
PPM: Liest du noch Comics und wenn ja: welche sind deine Favoriten?


Timo Grubing: Ich bin, durch meinen Vater beeinflusst, mit Lucky Luke, Asterix und lustigem Taschenbuch groß geworden. Danach dann zu Horrorcomics und später auch vermehrt zu Mangas gewechselt. Hier vor allem die "Alita"-Reihe, die mich vor allem zeichnerisch anspricht. Ansonsten steh ich mega auf alles von Eric Powell, allem voran natürlich "The Goon".
 
PPM: Timo, vielen Dank für das Kurzinterview!

von Michael Hüster
Stichwörter: Zwerchfell

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