News - Meldungen

25.06.2019

COMICFESTIVAL MÜNCHEN 2019

PENG! - Preise – Die Gewinner

COMICFESTIVAL MÜNCHEN 2019 - PENG! - Preise – Die Gewinner

Der mit 1000 Euro dotierten Preis für den besten deutschsprachigen Comic erhielt Flix für SPIROU IN BERLIN (Carlsen).

Die weiteren Preisträger sind:

  • Bester europäischer Comic - Mathieu Sapin: GÉRARD – FÜNF JAHRE AM ROCKZIPFEL VON DEPARDIEU (Reprodukt)
  • Bester nordamerikanischer Comic - Sean Murphy: BATMAN: DER WEISSE RITTER (Panini)
  • Beste Edition eines Klassikers: Alex Raymond: RIP KIRBY – DIE KOMPLETTEN COMICSTRIPS (Bocola)
  • Beste Sekundärliteratur - Lars Banhold: BATMAN: RE-KONSTRUKTION EINES HELDEN (Christian A. Bachmann Verlag)
  • Den PENG!-Preis für sein Lebenswerk hat Matthias Schultheiss erhalten. Der Zeichner und Autor war der erste deutsche Comic-Künstler, der erfolgreich Comics wie Die Haie von Lagos im Ausland veröffentlichte
  • Den PENG!-Preis für “besondere Leistungen für die Münchener Comic-Szene“ erhielt bereits am 19. Juni im Rahmen der Eröffnung des Comicfestivals der Kulturreferent Dr. Hans-Georg Küppers.



Ein Kurzinterview mit Flix, der 2019 auf dem COMICFESTIVAL MÜNCHEN 2019 den PENG!-Preis für den besten deutschsprachigen Comic erhalten hat:

Wie entstand die Idee, dass du Spirou + Fantasio zeichnest?

Die Idee entstand wohl auf dem Comicfestival in Angouléme, als ein Redakteur von Dupuis, dem Heimatverlag von Spirou, mit Klaus Schikowski vom Carlsen Verlag zusammensaß und über die Zukunft der Reihe sprachen. Sie überlegten, wo Spirou schon war und wohin Spirou noch reisen könnte. Und da kamen sie auf Berlin. In Berlin war er noch nicht. Beide Seiten mochten die Idee. Und da sagte Klaus Schikowski: „Wie wäre es, wir machen das mit einem Zeichner aus Deutschland?“

Wer ist an dich herangetreten?

Klaus Schikowski fragte mich an, ob ich mir vorstellen könnte, einen Spirou-Band, der in Berlin spielt, zu schreiben. Wer es zeichnet, war am Anfang noch offen; verschiedene Zeichner waren im Gespräch. Aber als ich angefangen habe, mich mit der Story zu beschäftigen, war mir irgendwann klar, dass ich es auch gerne zeichnen möchte.

Wie lief das dann ab?

Es war ein langer Weg. Mir war relativ früh klar, dass es zum Thema Berlin eigentlich nur zwei Zeiträume gibt, die für einen internationalen Comic interessant sind. Das sind der zweite Weltkrieg und die Zeit, als die Stadt geteilt war und die Mauer noch stand. Und ich wollte auf keinen Fall einen Nazicomic machen. Also habe ich meine Geschichte im Sommer 1989 angesiedelt.

Wie hast du dich thematisch auf das Album vorbereitet? Hast du die bisherigen Alben alle oder zum Teil gelesen?

Ich habe viele gelesen. Neben meinem Schreibtisch ist ein ca. ein Meter hoher Stapel an Spirou-Alben. Aber alle sind das nicht. Dazu habe ich Sachbücher und Romane über die DDR gelesen.

War es für deine Arbeit von Vorteil, in Berlin zu wohnen?

Ja. Es erleichtert die Arbeit ungemein, wenn man den Ort aus seinem Alltag kennt.

Gab es besondere Einflüsse durch einen der bisherigen Spirou + Fantasio-Szenaristen/Zeichner?

Ich mag die Alben von Franquin. Den Spezialband von Emile Bravo. Und das aktuelle Team der Serie, Yoann/Fehlmann. Da habe ich natürlich immer wieder geguckt, wie die es machen.

 

von Michael Hüster

Top 5 des Monats

weitere News