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16.09.2019

Salleck

Theodor Pussel 13 – Die letzte Reise der Amok

Salleck - Theodor Pussel 13 – Die letzte Reise der Amok

Frank Le Gall lässt seinen Helden wieder rund um Singapur ein Abenteuer erleben.

Als passionierter Seefahrer will Theodor Pussel endlich seinen Feind wieder von seiner Insel verjagen. Kapitän Crabb lässt sich aber nicht so einfach die Kokosplantagen weg nehmen.
Nachdem er sich Geld geliehen und ein Schiff an den Start gebracht hat, die Amok, legt Pussel ab, um sein Vorhaben auszuführen.

Tage zuvor plante er das Unterfangen mit Vertrauten, suchte eine Mannschaft und fasste einen Plan! Doch auch sein Widersacher bereitete sich auf Pussel vor, schickte Spione und versuchte im Dunkeln mit Handlangern dessen Vorhaben zu boykottieren. Und so entsteht eine verzwickte Handlung, die in den Reihen von Pussel nicht nur treue Mitkämpfer aufweist. Doch Pussel wäre nicht der gewiefte Taktiker, hätte er nicht immer wieder einen weiteren Trumpf in der Hand.
Neben bekannten Protagonisten aus vorigen Abenteuern spielen hier auch einige skurrile Personen mit, die mit Pussel in einem Boot sitzen. Eine hübsche Lady, die einen Kurzauftritt hat, ein Riese mit dem Gemüt eines Kindes und ein Zwerg mit zweifelhafter Gesinnung und Hund seien hier stellvertretend aufgezählt. Auch in diesem Abenteuer liefert die exotische Welt der 1930er Jahre im Fernen Osten einen  Hintergrund, der vorwiegend aus Spelunken, Hafenanlagen, Schiffen und Meer besteht. Der Zeichenstil hebt sich ein wenig von früheren Abenteuern ab. Er wirkt realistischer und schmissiger, routinierter. Die Farben sind leicht und nie zu satt aufgetragen.

Die Geschichte funktioniert auch, ohne die früheren Bände zu kennen, wenngleich die Stellung mancher Figuren in der Gesamtgeschichte natürlich so eher im Vagen liegt; es ist kein Hindernis für das Verstehen dieser Story. Die ist ein wenig arm an Höhepunkten, wenn man man vom Finale absieht. Aber sie ist gut durch konzipiert und ohne großen dramaturgischen Hänger. Le Gall legte auch hier seinen Schwerpunkt auf das sorgfältige Aufbauen der Handlung, der Figuren und der Sachlage. Er bietet dem Leser kein Feuerwerk an Action und vordergründiger Gewalt ihrer selbst zuliebe, dafür umso mehr eine unterhaltende Geschichte um Revange und Gerechtigkeit mit einem Flair von Romantik und malerischen Schauplätzen.

Theodor Pussel 13 – Die letzte Reise der Amok
Text und Zeichnungen: Frank Le Gall
64 Seiten
Salleck Publications
19,00 Euro

von Rolf Pressburger
Stichwörter: Salleck

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Theodor Pussel 13

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