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Interview - Es gibt noch viele Enden! - Fragen an Finix Comics

14.04.2010

Interview - Es gibt noch viele Enden!

Fragen an Finix Comics

Fast jeder Comicfan hat sie zu Hause im Regal stehen: die unvollendete Comicserie. Die Zahl der Albenreihen, die in Deutschland innerhalb der letzten 25 Jahre abgebrochen wurden, ist auf ein beträchtliches Maß angewachsen

Die Geschichte von Finix Comics begann mit einem Themen-Beitrag im Comicforum, in welchem eben diese Serien systematisch zusammengetragen wurden, worauf eine Phase allgemeiner Frustrationsbekundungen vieler Comicleser folgte. Schließlich reifte im August 2007 bei einigen Gleichgesinnten der Gedanke - allen voran Marc Schnackers - diesen Mangel einfach selbst zu beheben.

Finix Comics ist seit dem 07. November 2007 ein eingetragener Verein mit dem Ziel, abgebrochene Alben-Serien fortzuführen bzw. sie zu beenden. Der gleichnamige Verlag publiziert seit April 2008.

PPM: Vor gut 2 Jahren ist Finix Comics angetreten, um möglichst viele „offene Serien-Enden“ zu schließen und fehlende Alben von abgebrochenen Serien den Fans zugänglich zu machen. Dazu wurde ein Verein gegründet und mit großem Einsatz diverser Mitglieder eine Albenproduktion in Gang gebracht. Wie siehst du es heute: Hat sich der Einsatz gelohnt?

Marc Schnackers: Auf jeden Fall! Wir konnten uns in kürzester Zeit auf dem deutschen Comic-Markt etablieren, was eine Verdoppelung unseres Alben-Outputs zur Folge hat. Wir haben nicht nur innerhalb des Vereins das Gefühl, wirklich etwas zu bewegen, sondern wir erhalten für unsere Arbeit von vielen Seiten (Kunden und Händler – aber auch Verlags-Kollegen und Lizenzgeber) positives Feedback.

PPM: Welche Startprobleme gab es? Mit welchen Schwierigkeiten hattet/habt ihr bei der Beschaffung von Lizenzen und der Albenproduktion zu kämpfen?

Marc Schnackers: Die schwierigste Aufgabe war sicherlich, dass ganze „Konstrukt“ (Verein/Verlag) aufzustellen und somit überhaupt erstmal eine Verhandlungsposition für das nachfolgende Business zu gestalten. Die „Hürde“ Lizenzgeber war nicht ganz so groß wie ich es persönlich erwartet hätte, denn wir konnten schon sehr früh in unseren Gesprächen mit einigen der renommiertesten franko-belgischen Verlagshäusern erste positive Verhandlungen führen.
Natürlich gab es auch Rückschläge. So konnte ich erst vor kurzem einen weiteren Lizenzgeber von unserem Konzept überzeugen. Bis dato waren alle vorangegangen Verhandlungen an den für uns nicht akzeptablen Forderungen gescheitert.
Ich glaube, letztendlich hat uns hier die Produktionssteigerung und vor allem die hohe Qualität unserer Produkte, die Tür geöffnet. Man muss wissen, dass unser Konzept meines Wissens nach, so in Frankreich oder Belgien nicht stattfindet und bei allem Wohlwollen der Lizenzgeber, natürlich auch eine gewisse Grundskepsis vorhanden sein dürfte, die es erstmal zu knacken gilt.

Die Albenproduktion stellte sich von Beginn an als sehr viel einfacher heraus, als alle Gründungsmitglieder von Finix Comics sich das wohl jemals erdachten. Man trifft ja nicht immer die richtigen Entscheidungen im Leben – aber sowohl unser Produktionsleiter, als auch die Aktivposten des gesamten Produktionsteams (welche übrigens allesamt Mitglieder des Vereins sind!!), stellten sich als wahre Glücksgriffe heraus.
Das soll hier nicht in Lobhudelei ausarten, aber es liegt unglaubliches Potenzial in einigen Menschen, dass höchstwahrscheinlich erst durch z.B. unsere Grundkonzeption (Verein/Verlag) entdeckt und gefördert werden kann. Mittlerweile arbeiten einige unserer Produktiven eifrig an Comics anderer Verlage mit – darauf sind wir natürlich sehr stolz.

PPM: Die Sponsoren/Mitgliederzahl stieg im Laufe der Zeit kontinuierlich an. Ist die Motivation der Mitglieder ungebrochen?

Marc Schnackers: Gute Frage – nicht so leicht zu beantworten, zumindest nicht aus meiner eigenen Perspektive. Da der Verein bis heute ein stetiges Wachstum verzeichnet, scheint es zumindest an der Grundmotivation bzw.  Interesse von Außen nicht zu mangeln.
Innerhalb des Vereins gibt es natürlich nicht nur Hochstimmung. Es gab anfänglich unglaublich viele, teils sehr kontrovers und auch heftig geführte Diskussionen, die wohl den ein oder anderen sehr abschreckten.
Da bei uns 90% über Internet und Email kommuniziert wird, kommt es dabei zwangsläufig leider auch des Öfteren zu Missverständnissen! Wir haben auch Vereins-Austritte zu verkraften, denen aber eine wesentlich höhere Beitrittsrate positiv gegenübersteht.
Mittlerweile sind wir gut 150 Mitglieder, da kann man selbst wenn man das möchte, nicht mehr alle Entscheidungen am „kleinen runden Tisch“ gemeinsam treffen.
Ich denke, der Großteil unserer Mitglieder fühlt sich im Verein sehr wohl und viele freuen sich über das bisher Erreichte. Ich stelle mir ohnehin immer leuchtende Augen vor, wenn wieder eine Comiclieferung ins Haus steht und man den schon Jahre vermissten Abschlussband seiner Serie in den Händen hält ;-) …
Den Aktiven macht ihre „teils stressige“ Arbeit sicherlich viel Spaß – bei allen anderen kann ich nur spekulieren und hoffen, dass sie nach wie vor motiviert sind.

PPM: Zunächst ging es recht bescheiden mit einigen wenigen Alben los. Aktuell veröffentlicht Finix fast jeden Monat neue Alben…

Marc Schnackers: Ich glaube das „fast“ kannst du getrost aus deiner Frage streichen ;-)
Schon seit Beginn 2009 verlegen wir kontinuierlich Monat für Monat ein Album aus unserem „normalen“  Programm (Serienabschlüsse/Fortsetzungen). Hinzu kam dann die Edition Solitaire mit vorerst drei Alben, die halbjährlich erscheinen.
Der „bescheidene Beginn“ war mehr unseres anfänglichen schwachen finanziellen Status und den mangelnden Lizenzen geschuldet – denn im Prinzip veröffentlichten wir schon im vierten Quartal 2008, monatlich einen Titel. Zum Comic-Salon in Erlangen 2010 werden wir sogar erstmals 3 Neuerscheinungen mit im Gepäck haben – das soll aber die Ausnahme bleiben.

PPM: Birgt eine höhere Schlagzahl bei den Neuerscheinungen nicht auch ein erhöhtes finanzielles Risiko? Nicht alle Alben können Topseller sein …

Marc Schnackers: Gleichzeitig Risiko – aber auch Chance. Zunächst muss man selbstverständlich erstmal die mit der Erhöhung eingehenden steigenden Produktionskosten finanziell stemmen. Das fällt uns nicht leicht, denn dafür müssen wir zunächst mal Investorengelder der Mitglieder generieren. Der reine Verkaufserlös deckt bei weitem noch nicht die Kosten.

Die Chance besteht dann aber neben den eventuell erwirtschafteten Mehreinnahmen, vor allem an der Steigerung der Markt-Präsenz, die eine vor allem kontinuierliche Veröffentlichungspolitik mit sich bringt. Ich glaube gerade dieser Aspekt ist es, der vielen Comicfans in den letzten Jahren mehr und mehr das Sammeln verleidet hat, neben den ganzen Serienabbrüchen natürlich. Für mich ist Kontinuität eines der wichtigsten Kriterien, um beim Kunden Glaubwürdigkeit und Vertrauen aufzubauen.
Selbstverständlich könnte man das auch mit einem kleineren Output bis zu einem gewissen Grade erreichen, aber wir sind ja nun teilweise schon in einem Alter, dass wir viele Serienenden nicht mehr erleben könnten, würden man nur 2-3x im Jahr ein Album publizieren. Also hat die erhöhte Schlagzahl natürlich auch etwas mit unserem selbst auferlegten Fan-Ego zu tun  ;-)

Zum Thema Topseller nur eine kleine Anmerkung: Es dürfte ja jedem Interessierten ziemlich klar sein, dass gerade wir mit unseren durch das Programm vorgegebenen Kriterien, selten in den Genuss von Topsellern kommen dürften – nicht umsonst wurden die meisten Serien vormals wegen „Unwirtschaftlichkeit“ abgebrochen. Dennoch kann man mit einer soliden Kalkulation auch diese Titel wirtschaftlich vermarkten. Es gibt viele Faktoren die da mit hineinspielen – und manchmal sind wir sowohl positiv als auch negativ überrascht, wie letztendlich der Verkauf einer bestimmten Serie/eines Albums ausfällt.
Bisher hält sich das bei uns in etwa die Waage. Allerdings konnten wir die Forcierung des Veröffentlichungsrhytmus natürlich nur mit Hilfe unserer Investoren stemmen.

PPM: Man könnte meinen, dass sich nur Fans ein Album bei Finix kaufen, die bereits die abgebrochenen Serien im Schrank haben. Das schränkt den Kreis der potentiellen Kunden für den Verlag doch gleich ein. Oder gibt es auch viele Fans, die sich durch eure Publikationen alle fehlenden Bände im Antiquariat nachkaufen?  

Marc Schnackers: Man sollte nicht für möglich halten, wie viele unserer eigenen Mitglieder, manche der Serien gar nicht gekannt haben – und sich nachträglich nun die Vorgängeralben noch besorgen.
Aber ich habe auch schon von Außenstehenden gehört, die sich aufgrund unserer Veröffentlichung, alle Vorgängeralben gekauft haben. Aber das Gros unserer Kunden sind sicherlich alle Fans der betr. Serien – und für diese wurde auch in erster Linie Finix Comics gegründet.

PPM: Hat euch schon mal ein Comic-Händler dafür gedankt, dass ihr zum Abbau des Antiquariats beitragt?

Marc Schnackers: Ja – schon einige – und wir haben auch sehr gute Kontakte in die Händlerszene, vor allem sicherlich darin begründet, dass viele unserer Club-Mitglieder zu den umsatzstärksten Kunden diverser Händler zählen dürften – schließlich sind wir nicht umsonst ein Haufen „Comic-Verrückter“ ;-)

Aber ich habe leider auch schon bitterböse Beschwerden vernommen, weil uns „Preis treibende“ Politik vorgeworfen wird. Das kommt in erster Linie aus der Crux, dass der Antiquariatsmarkt selbstverständlich begrenzt ist bei manchen Serien. Und es entsteht nun der Eindruck, dass wir – also unsere Mitglieder – ganz bewusst den Markt leer kaufen. Das ist natürlich der größte Quatsch, den man sich denken kann, spiegelt es nur einen Teil der Wahrheit wieder.
Unsere Mitglieder kaufen sich zwar die Alben, aber nicht aus dem Grund des Wiederverkaufs zu exorbitanten Preisen, sondern weil sie schlicht und einfach die Serie auch in voller Länge goutieren möchten, deren Ende letztendlich erst durch ihr Geld und ihren Einsatz ermöglicht wird.

Ich kann nur jedem versichern, dass Finix Comics sich in allen Belangen stets fair dem Handel gegenüber verhält. Nicht umsonst läuft unsere Auslieferung hauptsächlich über den Vertriebspartner PPM, womit Preisspekulationen und Rabattfeilschereien ausgeschlossen sind!

Einige unserer Serien werden sogar noch offiziell von den Vorgängerverlagen angeboten. Ich denke, auch sie dürften nicht unglücklich darüber sein, einige Alben ihrer Restauflage zusätzlich zu verkaufen. Ich sehe hier eine einzige große Win:Win Situation!

PPM: Ist ein weiterer Ausbau des Albenprogramms geplant?

Marc Schnackers: Pläne existieren, aber nur für ein Szenario, welches merklich eine Zunahme des Abverkaufs unserer Titel voraussetzt. Dies sind aber eher kleinere, ergänzende Projekte, welche unser Programm abrunden würden. Eine Erhöhung des monatlichen Ausstoßes der „normalen“ Programmtitel ist vorerst nicht geplant. Da würde es auch personelle Konsequenzen erfordern.
Bis auf unseren Produktionsleiter arbeiten wir alle hauptberuflich in anderen Branchen, in Vollzeit.
Und auch wenn es von Außen vielleicht nicht so ganz den Anschein hat, kostet das „Projekt – Finix Comics“ alle Beteiligten unglaublich viel Freizeit, und das natürlich zu „erbärmlichen“ finanziellen Konditionen ;-)

Ich glaube auch nicht, dass eine weitere Zunahme an Alben, speziell Finix Comics, finanziell voranbringen würde, dafür ist der Markt aktuell noch zu begrenzt.

PPM: Wie wird im Club entschieden, welche Fortsetzungen in Angriff genommen werden? Welchen Einfluss haben die Sponsoren/Mitglieder bei der Entscheidungsfindung?  

Marc Schnackers: Der Einfluss beginnt schon damit, dass wir von Clubgründung an immer interne Wunschlisten führen, an denen ich mich bei den Lizenzgesprächen sehr stark orientiere. Dann gibt und gab es immer wieder spezielle Abstimmungen für bestimmte Titel oder für ein spezielles Genre, die ebenfalls ganz stark in die Titelfindungen mit einfließen.
Die meisten Investoren/Mitglieder akzeptieren aber auch einfach, dass es völlig egal ist, welchen Titel wir nun als nächstes angehen, denn ihnen geht es um die Sache. Also, wir sind darin doch sehr idealistisch gelagert!

Meine Arbeit besteht hauptsächlich darin, all diese internen Strömungen, mit den externen Faktoren abzugleichen, um dann letztendlich hoffentlich im Sinne des Vereins die „richtigen“ Titel zu lizenzieren.
Oftmals gibt es derart relevante Aspekte, die auch einen der heißesten Wunschkandidaten nicht möglich werden lassen, wobei andere Titel plötzlich am Horizont auftauchen, die keiner vorher auf dem Radar hatte und die sich als wahrer Glücksgriff herausstellen.
Ich sollte nicht vergessen zu erwähnen, dass sehr viele Gespräche mit Händlern, Verlag und Vertrieb stattfinden – und selbstverständlich reagieren wir auch sensibel auf die Kundenwünsche, die uns persönlich, per Email, Telefon oder auch in den Comic Foren angetragen werden.

Wir reden also von einer Situation, wo vordergründig ein kleines Team die Titelauswahl vorgibt, deren Entscheidung aber immer auf den Interessen und Wünschen des Vereins basiert. Man könnte natürlich einfach jeden einzelnen Titel vorab durch eine Vereinsabstimmung freigeben lassen, was auch zum Teil so geschieht. Aber das würde die Arbeit unglaublich erschweren, zumal man ja auch als Vertragspartner im Lizenzgeschäft gewisse Bedingungen erfüllen muss und es natürlich auch jede Menge Freude bereitet, wenn man dann eine tolle Lizenz den Mitgliedern präsentieren kann.

Letztendlich sind wir aber ein Verein – und wie das nun mal so in den Satzungen steht, muss der Vorstand sich von Zeit zu Zeit bestätigen lassen. Handlungen gegen die Vereinssatzung blieben so nicht lange ungeahndet.

PPM: Wie kam es zu der Entscheidung, neues Material in der Edition Solitaire zu veröffentlichen?

Marc Schnackers: Du kannst wirklich Fragen stellen, die überhaupt nicht kurz zu beantworten sind! ;-)
Wir wollten im Prinzip mehrere „Fliegen mit einer Klappe“ schlagen:

- den Mitgliedern ein „Goodie“ offerieren
- dem Handel ein Produkt anbieten, dass zu 100% auf diesen zugeschnitten ist
(beendete Geschichten, attraktive Aufmachung, Blickfang, benötigt keine Backlist ...)
- auch mal komplette Alben anbieten, die nicht auf zuvor abgebrochenen Serien beruhen
- zeigen, zu welcher Produktqualität wir in der Lage sind
- tolle Comics nach Deutschland holen, die ohne uns wenig Chance auf Veröffentlichung haben
- eine Marktnische bedienen und von einem eventuellen Verkaufserfolg partizipieren
- Alben in der Aufmachung veröffentlichen, wie wir sie uns immer wünschten (Bonus-Part, tolle Optik usw.) und die unser normales Programm kaum zulässt
- unsere Verhandlungspositionen stärken, indem wir uns für den Lizenzgeber interessanter machen
- Aufmerksamkeit in der Presse gewinnen – wovon dann unser Gesamtprojekt profitiert

PPM: Welche Wünsche und Visionen bezüglich des Clubs gibt es bei Finix für die Zukunft? Kannst du schon Serien verraten, die mit einer Fortsetzung rechnen können?

Marc Schnackers: Jeder versucht mir immer wieder neue Titel zu entlocken. ;-)

Die gibt es  - sogar sehr schöne – aber leider verrate ich sie hier und heute noch nicht, da wir uns den Überraschungseffekt ein bisschen vorbehalten wollen. Bisher konnte ich für das Jahr 2011 schon 3 weitere Titel lizenzieren, die in den Genres Science Fiction, Fantasy und Historie verwurzelt sind.
Augenblicklich denken wir über einen neuen Funny innerhalb des Clubs nach – und es wird aktuell ein Titel vorbereitet, den wir nicht nur selbst digitalisieren, wie wir das bei anderen Arbeiten schon durchführten, sondern der von uns selbst komplett neu aufgebaut und coloriert wird. Sollte dies gelingen wäre dies die weltweit erste farbige Albenausgabe des Titels.

Unsere Visionen sehen ein deutliches Schrumpfen der in Deutschland unvollendeten Albenserien, unter beträchtlicher Mitwirkung durch Finix Comics.
Der Wunsch wäre, dass wir einen Anteil am Gesunden des Albensegments in Deutschland beitragen und davon unabhängig die Comiclandschaft hierzulande sich deutlich nach oben entwickelt.
Weiterhin wünschen wir uns den Comicfachhandel bestmöglich zu unterstützen, denn nur mit ihnen werden wir weiterhin erfolgreich in unserem Segment arbeiten können.

Mein persönlicher Wunsch wäre wieder mal etwas mehr Freizeit, aber ich glaube dieser Wunsch wird wohl am Schwierigsten von allen zu verwirklichen sein ;-)

von Achim E. Stuehler
Stichwörter: Finix-Comics, Interview

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