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27.06.2012

Hauptmann Veit, Band 2

Auf der Suche nach Hilfe und Gerechtigkeit

Hauptmann Veit, Band 2 - Auf der Suche nach Hilfe und Gerechtigkeit

Ein interessantes Comic-Projekt ist die Geschichte um Hauptmann Veit.

Vor dem Hintergrund des ausgehenden Mittelalters und der damit einhergehenden Reformationszeit erzählt die Saga um den Hauptmann Veit die Geschichte seiner Familie, die in die Wirren des Deutschen Bauernkrieges hineingezogen wird. Autor des Comics ist der in Hamburg lebende Lutz Nosofsky.

Die Idee zur Story entstand beim Autor schon vor über 30 Jahren, anlässlich einer Urlaubslektüre über den Dt. Bauernkrieg. Diese hat ihn deshalb so fasziniert, weil darin so viele bekannte Figuren auftauchen, die man aber in diesem Zusammenhang gar nicht kennt, z. B. den Götz v. Berlichingen, Dürer, Luther, Müntzer.
Außerdem spielt das alles im S/W-deutschen Raum, wo Nosofsky geboren wurde. Auf einmal erschienen ihm bekannten Orte in einem anderen Licht und der Autor bekam einen ganz neuen Zugang zu der Epoche.

 „Außerdem“, so Nosofsky, „ist diese Zeit sehr spannend, historisch die Schwelle vom Mittelalter zur Neuzeit. Amerika wurde entdeckt und neue Ideen kamen auf, vor allem in Glaubensfragen, Stichwort: Reformation. Das zündete gerade in Deutschland mit seiner damaligen feudalen Struktur, die sich ja noch überwiegend auf Leibeigenschaft stütze wie der Funke im Pulverfass.“

Band 2 steht kurz vor der Vollendung. Der Autor gibt schon mal einen kleinen Einblick in die wieder spannende und interessante historische Handlung:

Auf der Suche nach Hilfe und Gerechtigkeit, die ihn von dem Vorwurf des Fürstenmordes freisprechen soll, findet Veit Unterstützung in dem humanistischen Freigeist Ulrich von Hutten und dessen Freund und Kampfgefährten Franz von Sickingen. Sickingen, ein erfolgreicher Reichsritter und Bundeshauptmann, Herrscher über mehrere Burgen in der Pfalz, Anhänger der neuen lutherischen Lehre und reformatorischer Ideen, ist zugleich Sprachrohr und Anführer des deutschen Kleinadels, der sich durch die römische Kirche und die 7 grossen Fürsten zunehmend in seinen Rechten eingeschränkt fühlt.



Beim bald darauf folgenden Reichsgerichtstag (eine Art heutigen Bundesverfassungsgericht als oberste Instanz) in Speyer vertritt Sickingen Veits Partei.

 

 

 

Die katholische Kirche und allen voran ihr örtlicher Vertreter, der Bischof von Trier sind allerdings nicht an Gerechtigkeit, sondern nur an der Erhaltung der eigenen Macht und der gleichzeitigen

                                               Zähmung des Kleinadels

                                               interessiert.

 

 

Mit dem eigentlichen Fürstenmörder Hauptmann Raven, dem ehemaligen Freund Veits, hat man sich bereits intern geeinigt und abgesprochen. Es kommt zum Eklat.

 



Hutten und Sickingen müssen erkennen, wie weit bereits die Macht der grossen weltlichen und geistlichen Fürsten reicht. Es kommt zum sog. Adelsaufstand von 1523.

 

 

Veit kämpft an der Seite Sickingens. Beim Angriff auf Trier trifft er auf Raven, der die Verteidigung leitet. Als sich ein grosses Heer der Fürsten nähert, muss sich Sickingen zurückziehen und erwartet zusammen mit seinen Getreuen auf seiner Burg Nannstein bei Landstuhl den Endkampf...
 

von Michael Hüster
Stichwörter: ars-tempus ltd.

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