News - Comic / Graphic Novel


25.02.2026
Schreiber & Leser - Nestor Burma: Bambule am Boul´ Mich´

Neuauflage in größerem Format

Neuauflage in größerem Format
Im neuen Nestor Burma-Krimi ermittelt der Detektiv im studentischen Milieu im 5. Arrondissement. Quai Saint-Bernard, gegenüber der Wein-Markthalle. 

Eine mondlose Novembernacht. Paul Leverrier, 20 Jahre alt, Student der Medizin, stellt sein Auto ab und ballert sich eine Kugel in den Kopf. Die Geschichte war vier Wochen her und hatte lange die Klatschspalten der Zeitungen gefüllt.
Der Selbstmord ihres Freundes lässt der hübschen Studentin der Schauspielkunst, Jacqueline Carrier, keine Ruhe. Sie kann sich mit dem Autopsie-Ergebnis Selbstmord nicht abfinden und glaubt an Mord. Also sucht sie Nestor Burma auf, der in dem Fall ermitteln soll. Doch bereits nach den ersten Nachforschungen glaubt auch Nestor an die Selbstmordthese und will eigentlich nur noch ein wenig zum Schein ermitteln, damit die junge Frau über den Tod ihres Freundes hinwegkommt. Das Honorar will Nestor anschließend zurückerstatten.

Doch dann nimmt die Story plötzlich rasant an Fahrt auf. Zunächst wird ein ungebetener Eindringling in Jacquelines Wohnung niedergeschlagen und als Burma einen Zeugen befragen will, gibt es überraschend die Leichen 2 und 3. 
Später wird auch noch der zerstückelte Leichnam eines Polizeiinspektors zu Leiche Nr. 4. Und Burma steht kurz davor, Leiche Nr. 5 zu werden…
Fragen über Fragen. Was hat ein Buch mit dem ganzen Fall zu tun? Oder der Vater des Selbstmörders? Und welche Rolle spielt der Wahrsager Van Straeten?
Delikat: als sich Nestor mit seiner Auftraggeberin Jacqueline Carrier zu einem Informationsaustausch treffen will, lernt er diese überraschend auch noch splitternackt kennen, denn die junge Dame geht in einem Cabaret dem Job einer Stripperin nach, um sich Geld für das Studium zu verdienen. Burmas Interesse an Jacquelines Formen ist natürlich rein dienstlich…
Inzwischen habe ich ja schon so einige Nestor Burma – Krimis gelesen. Bambule am Boul’ Mich’ ist einer der besten Fälle. Nein. Es ist ganz klar der bisher beste Fall. Warum? Der Fall ist unglaublich stark strukturiert, sehr spannend und das Ende nicht vorhersehbar.

Barral hat mich als Zeichner der Serie erneut positiv überzeugen können. Die Protagonisten, deren Kleidung, Locations und Fahrzeuge sind sehr gelungen dargestellt. Da passt einfach alles zusammen.

Leseprobe

Autor: Michael Hüster