News - Comic / Graphic Novel


17.07.2026
Splitter

Leave them alone

Leave them alone
Seit einiger Zeit häufen sich die Überfälle auf Postkutschen in der Gegend. Die Banditen sind ungehobelte Typen und vergewaltigen dabei auch schon mal Passagierinnen. 

Die Leute in der Stadt von der Bank beschließen, strikt dagegen vorzugehen.
Eine Poststation wird von einer mütterlichen älteren Frau mit ihrer Enkelin betrieben. Ihr Partner ist ein Indianer. Zum Geburtstag bekommt die jugendliche Enkelin, Elfie, ein Gewehr geschenkt.
Ein paar Tage später erscheint ein schnittiger Fremder in der Stadt, der sich gleich mal mit diversen Typen anlegt, die eine Prostituierte mies behandeln. Auch außerhalb der Stadt rettet er der Prostituierten Mattie wiederholt das Leben. Beide treffen zufällig auf Elfie, die erlegtes Wild zur Poststation bringen möchte. Alle drei reiten zur Station. Es scheint, als würden sich die Betreiberin und der Fremde kennen. Er erzählt Mattie die dramatisch bewegende Geschichte dahinter.
Dann kommen die Banditen hinzu und es wird einerseits tragisch, andererseits ist hier der Beginn einer sehr gewalttätigen Episode zu sehen. Und danach auch wieder ein versöhnliches Ende …

In diesem letzten Abschnitt ist Action angesagt. Es werden Überraschungen enthüllt, die nicht alle vorhersehbar sind. Die Story bekommt quasi ein paar Wendungen verpasst, die dann ein schlüssiges Bild der Geschehnisse zuvor enthüllen.

Diese Geschichte ist eines Westerns würdig, wie man ihn gern liest. Sie entwickelt sich. Zwar ein wenig gedrängt, doch die kurzgefassten Facetten sind nun mal in dieser Form nicht anders möglich.
Die Charakterisierungen der hauptsächlichen Protagonisten ist oberflächlich betrachtet auch nicht unbedingt nötig. Sie entsprechen ein wenig den stereotypen, und deshalb allseits wiedererkennbaren  Eigenschaften von mutigen Frauen, bösen Männern, einem geläuterten Vater und einem heuchelnden Kriminellen aus der gutbürgerlichen Mitte.

Die Zeichnungen sind ein wenig groblinig, sehr feine Details fehlen. Doch die Ausstattung und vor allem die typische Landschaft mit ihren roten schroffen Felsen, sowie die raumgreifende und sonnen-trockene Prairie sind beeindruckend!

 


Der Comic ist leicht zu lesen, hat keine komplizierten Zeitsprünge oder Episodenwechsel.
Ein Aspekt: Drei Frauen, sie sich als Familie neu formieren. Ein anderer: Es ist nie zu spät für eine Einsicht und Wandlung hin zum Guten.

Ein Western Comic, der zwar das Genre nicht mit innovativen Ideen hervorhebt, der aber auf jeden Fall spannend, romantisch und sehr unterhaltend ist!

Leave them alone
Text: Roger Seiter, Zeichnungen: Chris Regnault
160 Seiten
Splitter
27,00 Euro

Autor: Rolf Pressburger