Gemeinsam mit dem unter dem Pseudonym Vicq schreibenden Erfolgsautor Raymond Antoine (Taka Takata, Sophie) schildert Hulet die Abenteuer des titelgebenden Tauchers Leo Gwenn, welcher an Bord der »Mérou« die Karibik durchkreuzt, um auf der Suche nach Schätzen am Meeresboden liegende Wracks zu untersuchen.
Im Verlauf ihrer Arbeit muss die Crew der »Mérou« den Naturgewalten trotzen, sich gegen Schwertwale und Weiße Haie behaupten und im Kampf mit menschlichen Ungeheuern bestehen. Mit Leo Gwenn haben Vicq und Daniel Hulet einen maritimen Comicschatz hinterlassen, der nun endlich in Form einer alle Episoden der Serie präsentierenden Gesamtausgabe geborgen wird.
Alle Geschichten im Überblick:
Wäre die Serie eher am Markt erschienen, so hätte sie sicher gute Chancen gehabt, im Zack-Magazin des Koralle Verlags veröffentlicht zu werden. Die Macher des belgischen Magazins Tintin müssen wohl Vorbehalte gegen die Serie gehabt haben, denn in den Jahren 1977 bis 1979 erschienen insgesamt nur 7 Geschichten, davon eine längere Geschichte mit 30 Seiten (Die Piraten des schwarzen Goldes) und sechs Kurzgeschichten mit 7 bzw. 8 Seiten.
Die Taucherserie erinnert außerdem an Andy Morgan und Barracuda.
Die erste Geschichte in dem Band, Die Piraten des schwarzen Goldes, eröffnet mit einem sehr schönen Splashpanel. Danach geht es gleich dramatisch zu, denn in einem ersten Höhepunkt der Story wird eine Bohrinsel gesprengt, die daraufhin samt Besatzung im Meer versinkt. Gwenn und Crew können nur eine Person retten. Die Handlung bleibt auf einem dauerhaft hohen spannenden Niveau und widmet sich von nun an der Suche von Leo Gwenn und Crew nach den Verantwortlichen des Anschlags auf die Bohrinsel.
Ich fand auch die Kurzgeschichten sehr gelungen. Vicq gelingt es nämlich, die Storys schnell auf den Punkt zu bringen und somit Platz für ein spannenden Plot zu schaffen.
Die Zeichnungen von Hulet sind sehr gelungen und beste klassische franko-belgische Comickunst. Häufig wählt er sehr filmische Perspektiven und ordnet Panels wie bei einer Kamerafahrt an. Ein sehr schönes Beispiel gibt es auf Album-Seite 73.
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Das Album gibt es auch als Vorzugsausgabe.
Autor: Michael Hüster