Die Namen seiner Helden und Schurken wurden unsterblich wie Jesse James, Calamity Jane, Wild Bill Hickok, Billy the Kid, Geronimo und Davy Crockett.
Als eindringliches Symbol des amerikanischen kollektiven Gedächtnisses reiht sich die Belagerung von Fort Alamo (1836) in Splitters Reihe „Die wahre Geschichte des Wilden Westens“ ein. Dies bietet dem Autorenteam bestehend aus Gabella, Toulhoat, Martinello, Pignedoli und dem Historiker Farid Ameur die Gelegenheit, das Ereignis in seinem tragischen Kontext zwischen der texanischen Revolution und den mexikanischen Unabhängigkeitsbestrebungen neu zu beleuchten.
Eine Legende, untermalt vom Knall der Schüsse, entführt uns an die Seite von Davy Crockett, Jim Bowie und Colonel Travis in eine blutige Geschichte, in der Leidenschaft, Politik und Gewalt in all ihren Formen aufeinanderprallen.
13 Tage währte die Belagerung von Fort Alamo im heutigen Bundesstaat Texas. 13 Tage, die sich in das kollektive Gedächtnis der USA einbrannten und die auch nach fast 200 Jahren immer noch ein Vorbild in Sachen Mut, Solidarität und Entschlossenheit im Angesicht einer scheinbar aussichtslosen Situation sind. 160 Männer, darunter Davy Crockett, der nicht erst durch John Wayne zur Legende wurde, kämpften 1836 gegen eine ganze Armee für die Unabhängigkeit ihres Staates, verschanzt hinter den brüchigen Mauern eines alten Klosters. Aber waren ihre Beweggründe wirklich so edel, wie die US-amerikanische Mythologie es darstellt? Dieser Band der »Wahren Geschichte des Wilden Westens« wirft einen kritischen Blick auf diese Erzählung, in der passionierte Politik und blutige Gewalt untrennbar verflochten sind.
Unter der Leitung des Historikers Farid Ameur zeichnet »Die wahre Geschichte des Wilden Westens« die Werdegänge der charismatischsten Figuren jener Zeit nach. So werden sowohl Licht- als auch Schattenseiten des Wilden Westens präsentiert, ohne den Mythos gänzlich aufzulösen.
„Fort Alamo“ ist ein sehr schön gezeichneter Comic über den Mythos Alamo. Die Macher liefern eine gelungene Dramaturgie mit dynamische Kampfszenen ab, die schon recht heftig sind. Fast durchgehend erdige Farben passen gut zur hoffnungslosen Stimmung der Verteidiger von Fort Alamo.
Das Album ist angelehnt u.a. an den Alamo-Film mit John Wayne von 1960.
Abgerundet wird das Album durch ein interessantes achtseitiges Dossier von Farid Ameur, Doktor für Geschichte an der Universität Paris I.
Jedes Album der Reihe ist in sich abgeschlossen und umfasst einen umfangreichen historischen Anhang.
Bisher in der Splitter-Reihe erschienen:
Autor: Michael Hüster
18.06.2019
Splitter Radius 1 - Rebellion17.04.2024
Splitter Hoka Hey!19.02.2025
Schreiber & Leser Parker Girls04.01.2023
Splitter Darryl Openworld21.06.2021
Splitter-Verlag Nathanaëlle