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25.11.2019

20 Jahre Wick Comics

Gedanken des Verlegers zum Jubiläum

Gedanken des Verlegers zum Jubiläum

Nachfolgend gibt es interessante Verlegergedanken von Ulrich Wick aus dem redaktionellen Teil des Jubiläumsheftes, das bei Wick Comics anlässlich des 20jährigen Verlagsjubiläums gerade erschienen ist.

Dabei handelt es sich um einen Auszug. Der deutlich umfangreichere komplette Text ist im Jubiläumsheft nachzulesen. 

Ulrich Wick im Vorwort zum Jubiläumsheft: (…) Zum 20-jährigen Jubiläum habe ich gleich zwei Interviews gegeben, eins Gerhard Förster für die SPRECHBLASE, ein weiteres Matthias Hofmann für ALFONZ. Beide Magazine sind Anfang Oktober erschienen. (…)
Das Jubiläumsheft könnte man auch fast als Band 36 des im Juli abgeschlossenen FRANK SELS ARCHIVs bezeichnen, da es ausschließlich Material dieses Künstlers bringt - das heißt, Erwin Sels war auch beteiligt (…) Das erste Sonderheft hatte 28 Seiten, das hier hat 44. Ich will mir jetzt gar nicht ausmalen, wie dick das nächste in fünf Jahren sein wird…
Das Material in dieser Ausgabe ist bisher bei uns unveröffentlicht. Da ist zum einen die zehnseitige und titellose Weihnachtsgeschichte, die in OHEE Band 402 als Zweitstory veröffentlicht wurde, wie so vieles von Frank Sels. Erschienen ist das Heft am 26.12.1970, und da passt das zeitlich natürlich auch genau hin. Erwin Sels hatte sie schon völlig vergessen, aber der Spürnase von Etienne Hauwaerts entgeht so schnell nichts. Er wird sie ebenfalls in der Originalfassung nochmals bringen, ich kenne nur den Termin noch nicht. Okay, ein wenig Schmalz tropft schon heraus, aber wir sind in der Vorweihnachtszeit, und da sei das verziehen, oder? Und knapp 49 Jahre hat sie schließlich auch schon auf dem Buckel.

Interessant ist diese Story auch insofern, als sie Frank Sels‘ Wiedereinstieg in diesem Magazin darstellt, denn DAS GEHEIMNIS DER PAHA SAPA erschien bereits in OHEE Band 320. Einige Monate später sollte dann SILBERPFEIL in Band 418 starten.
Das zugehörige OHEE-Cover hat mir Etienne netterweise zur Verfügung gestellt, so dass ich es auf Seite 14 im Rahmen des Impressums präsentieren kann. Und keine Angst - hier fehlt keine halbe Comicseite. Dieser Bereich ist im Originalalbum schlicht und ergreifend leer.
Die 20-seitige Story um ZWERG PUMPIE wiederum hat ihre eigene Geschichte. Erwin hat Mitte der Achtziger auch als Kurierfahrer gearbeitet und in dieser Funktion unter anderem für die örtliche Gemeinde Transporte durchgeführt. Einer Beamten verfasste in seiner Freizeit Kindergeschichten und wusste, dass Erwin zeichnete. Also sprach er ihn an und fragte, ob er nicht eine seiner Stories zeichnerisch umsetzen wollte. Zu dieser Zeit ging die Zahl der Aufträge aus Bergisch Gladbach stark zurück, weil SILBERPFEIL nur noch Nachdrucke brachte, also war der entsprechende Freiraum da. Das Ergebnis dieser nach ENDOS KARMA zweiten Zusammenarbeit von Vater und Sohn ist KABOUTER PUMPIE, so der Originaltitel.
Frank Sels brachte das Album im Selbstverlag heraus, wobei „herausbringen“ etwas hochtrabend ausgedrückt ist. Es ist im Copyshop und in einer gigantischen Auflage von zehn Stück produziert worden. Auch hier plant Etienne eine professionelle Neuauflage.
Von beiden Geschichten habe ich erst erfahren, nachdem die komplette Planung für das FRANK SELS ARCHIV stand und auch die Sammelmappen vollständig produziert waren. (…)

Und als kleines Extra gibt es auch noch ein SILBERPFEIL-Poster, das die Alt-Fans schon aus BASTEI Band 265 kennen. Es handelt sich um das vergrößerte Eingangsbild aus Band 217 mit einigen Änderungen des Hintergrundes, und schon damals hat mich die flache und eines Posters wenig würdige Kolorierung gestört. Aus dem Archiv habe ich einen Schwarzweißabzug bekommen, et voilà, also habe ich es von Lisa Rau und Vivian Mittag neu und plastischer kolorieren lassen. Geht doch!
Das nächste Jubiläumsheft wird nicht erst ihn zehn, sondern schon zum „silbernen“ Verlagsgeburtstag in fünf Jahren erscheinen, und tatsächlich habe ich schon ein paar Arbeiten dafür erledigt. Muss ja nicht alles auf den letzten Drücker sein, wobei allerdings das Konzept bisher nur teilweise steht, ich aber ein paar nette Ideen in petto habe, von denen ich hoffe, sie lassen sich umsetzen. Merkt euch also schon mal die Kölner Börse im November 2024 vor…

Autor: Michael Hüster