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01.02.2018

Eine originelle Geschichte, voller Emotionen und Verve!

Splitter Verlag: Die alten Knacker 4

Eine originelle Geschichte, voller Emotionen und Verve! - Splitter Verlag:  Die alten Knacker 4

Pierrot, Mimile und Antoine, drei Siebzigjährige und Freunde seit ihrer Kindheit, haben sehr wohl begriffen, dass Altwerden die einzige bekannte Methode ist, nicht zu sterben.

Auch auf die Gefahr hin, dass sich ihre Zeit auf Erden noch ein wenig hinziehen wird, sind sie fest entschlossen, dies mit Stil zu tun: Immer ein Auge auf die Vergangenheit, die nicht mehr existiert, während das andere eine Zukunft unter die Lupe nimmt, die immer unsicherer wird.

DIE ALTEN KNACKER sind also drei: Pierrot, Mimile und Antoine. Pierrot ist der Altanarchist von den Dreien, der auf seine alten Tage immer noch eine Aktionsgruppe von Alten und Behinderten leitet um noble Empfänge oder politische Versammlungen zu stören. Und dann ist da Mimile, der sein Dasein in einem Altersheim fristet und dessen Körper vollständig mit Tätowierungen bedeckt ist. Mimilie hat schon bessere Tage gesehen und die ganze Welt bereist. Und schließlich ist da noch Antoine, der nicht nur 40 Jahre Mitarbeiter sondern auch sehr streitbarer Gewerkschaftler bei dem Großindustriellen Garan-Servier war, den er heute noch gefressen hat. Der arme Antoine hat gerade seine geliebte Frau Lucette verloren.

Im vierten Band „Die Zauberin“ rückt Sophie, die junge Puppenspielerin des fahrenden ein-Frau-Theaters „Der Wolf im Slip“ in den Mittelpunkt der Geschichte. Sophie plaudert etwas aus dem „Nähkästchen“ und so erfährt man ein wenig aus ihrer Vergangenheit und über den Vater ihrer Tochter Juliette. Außerdem muss sich die allein erziehende Mama auch noch mit Handwerkern herumschlagen, die nie da sind, wenn man sie braucht. Und dann ist da noch der hübsche Vasco, auf den Sophie ein Auge geworfen hat…

Hinzu kommt eine seltene Heuschrecke, die Garan-Servier an einer Firmenerweiterung hindert und ein Protestcamp, das das gleiche Ziel verfolgt. Und dann rückt – wenn auch ungebeten - Pierrots Pariser Anarcho-Seniorenkommune an. Bis zum Dorffest ist also wieder für reichliche Turbulenzen gesorgt.

DIE ALTEN KNACKER ist ein sehr gelungenes Werk. Vielschreiber Lupano, Splitter-Fans durch „Alim der Gerber“ und „Der Mann, der keine Feuerwaffen mochte“ bekannt, präsentiert eine Story mit vielen Elementen wie Generationskonflikten, eine gute Portion Sozialkritik, bunten Charakteren, peppigen Dialogen, Freundschaft, die das Herz erwärmt, lustigen Situationen und rührender Nostalgie. Ein philosophischer Comic über das Leben und Altern. Das macht die Serie bisher sehr vielseitig und gut.

Der Zeichenstil von Paul Cauuet hat das gewisse Etwas: seine Linie ist semi-realistisch, relativ klar, teilweise nahe an der Karikatur. Er versucht einfache Grafiken abzuliefern um die Ausdruckskraft der Akteure zu betonen.

Eine originelle Geschichte, voller Emotionen und Verve! Man darf auf Band 5 gespannt sein!

von Michael Hüster
Stichwörter: Splitter

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