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01.09.2020

Anlässlich des Todes von André-Paul Duchâteau

DAS Lebenswerk von Duchâteau: die Rick Master-Gesamtausgabe erscheint aktuell beim Splitter-Verlag

DAS Lebenswerk von Duchâteau: die Rick Master-Gesamtausgabe erscheint aktuell beim Splitter-Verlag

Er ist ein Phänomen – in gut fünfzig Jahren hat Rick Master siebzig knifflige Kriminalfälle gelöst, alle zusammen längst Klassiker der neunten Kunst, und dazu noch eine ganze Reihe von Kurzauftritte absolviert. 

Eine bemerkenswerte Quote für einen Reporter und Amateurdetektiv. 


 

Seit 1955 wird der ewig junge Journalist mit den rätselhaftesten Fällen konfrontiert, bei deren Aufklärung die Polizei immer wieder auf seine Hilfe angewiesen ist. Am Anfang steht meist eine geheimnisvolle, nicht erklärbare Situation. Bei der Lösung des Falls setzt sich Rick Master einigen Gefahren aus.

Übrigens: der französische Originalname „Ric Hochet“ war eine Idee des Zeichners Tibet und bedeutet etwa Querschläger oder Aufprall. Das trifft auch häufig auf die persönliche Situation des Helden in den Abenteuern zu, denn kaum ein anderer Comic-Held dürfte so oft zu Boden gegangen sein, wie Rick Master. Doch natürlich endet alles immer glimpflich, nicht zuletzt dank der Hilfe des väterlichen Freundes Kommissar Bourdon und dessen hübscher Nichte Nadine.


Als Rick Master in „Rick macht das Spiel“ in der belgischen TINTIN-Ausgabe 13/1955 seinen ersten Fall löste, ahnte niemand, welchen Erfolg die Serie haben sollte, auch nicht die Autoren selbst. André-Paul Duchâchteau dazu in einem Interview: „Als wir das erste Abenteuer schufen, hatten wir keineswegs vor, einen so langlebigen Helden aus ihm zu machen. Die Figur sollte nur in ein oder zwei kurzen Erzählungen auftauchen.“

Die Splitter-Rick Master - Gesamtausgabe präsentiert die spannenden und beliebten Kriminalfälle in der Reihenfolge der ursprünglichen Publikation. Damit können nicht nur alte ZACK-Freaks eine weitere legendäre franko-belgische Serie in edlem HC in absehbarer Zeit komplett in das Comicregal einordnen.


Die Verarbeitung, der Druck, Papier und Farbwiedergabe sind wie immer bei Splitter vorbildlich.

 

Autor: Michael Hüster