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26.11.2020

Corona-Lockdown für Deutschland verlängert

Zusätzliche Verschärfungen auch für Comic-Läden

Zusätzliche Verschärfungen auch für Comic-Läden

Die inzwischen quasi allwöchentlich stattfindene Bund-Länder-Runde hat gestern vor allem die erwartete Verlängerung des zweiten Lockdowns bis zunächst 20. Dezember 2020 beschlossen. Zusätzlich kommt es zu Verschärfungen, die auch den stationären Einzelhandel betreffen.

Angesichts der weiterhin sehr hohen Infektionsrate und vor allem der stark steigenden Todeszahlen war es wenig überraschend, dass der Lockdown bis mindestens kurz vor Weihnachten weitergeführt wird, bevor es dann über die Feiertage (hoffentlich) zu kleineren Lockerungen kommen soll.

Während Gastronomie sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen weiterhin geschlossen bleiben, darf der Einzelhandel weiter öffnen. Allerdings gilt die Maskenpflicht jetzt auch vor den Geschäften und auf den Parkplätzen. Deutlich strikter wird zudem die erlaubte Kundenfrequenz geregelt: In Geschäften mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern soll sich höchstens eine Person je zehn Quadratmeter Verkaufsfläche aufhalten, bei Ladenflächen darüber liegt der Wert bei nur noch einer Person pro 20 qm Verkaufsfläche.

Da Ultra Comix in Nürnberg das dritte Stockwerk nach dem ersten Lockdown gar nicht erst wieder geöffnet hat, wird von der 800-Quadratmeter-Regelung im Comic-Fachhandel wohl einzig die Sammlerecke betroffen sein. Die dortige Ladenfläche von gleich 2000 qm sowie der schon immer große Versandanteil am Geschäft dürfte aber dazu führen, dass es mit der Kundenzahl in Esslingen allenfalls in absoluten Ausnahmesituationen zu Problemen kommen könnte.

Allerdings dürfte sich selbst für Comic-Läden, auf die keine größeren Probleme mit der Kundenfrequenz zukommen, das allgemeine Geschäftsklima im Dezember weiter verschärfen. Denn auch kleinere Geschäfte profitieren bei der Laufkundschaft von dem allgemeinen Kundenaufkommen in den Städten, für das ganz wesentlich große Handelsketten und Einkaufszentren sorgen. Wird der Einkauf dort immer unattraktiver, leiden auch alle anderen Geschäfte mit, wenn sich die Innenstädte zunehmend leeren.

Schon jetzt ist absehbar, dass sich gerade für die Ladengeschäfte die großen Hoffnungen, die bis zuletzt in das Weihnachtsgeschäft gesetzt wurden, kaum erfüllen lassen. Angesichts dessen sieht Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier im Erhalt des stationären Einzelhandels schon eine "nationale, ja auch eine patriotische Aufgabe", wie heute in der "Bild-Zeitung" zu lesen ist. Diesem Ziel sollen auch zusätzliche verkausoffene Sonntage im nächsten Jahr dienen.

Autor: PPM