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21.06.2019

Interview

PIERO MASZTALERZ im PPM-Interview

Interview - PIERO MASZTALERZ im PPM-Interview

Wie PIERO zum Cartoon-Zeichnen gekommen ist: Ich hatte einen nervigen Lehrer und den habe ich wie so eine Voodoopuppe gezeichnet und ihn etliche Tode sterben lassen

Kürzlich erschien in der Edition 52 das dritte Buch aus der Reihe "Schöne Scheiße". Dieses beinhaltet viele Cartoons und Highlights aus Masztalerz' Live - Cartoon - Show, mit der er seit fünf Jahren sehr erfolgreich durch Deutschland tourt. Es ist genauso direkt und bitterböse wie seine beiden Vorgänger. Der Künstler selbst empfindet es übrigens als gar nicht so superböse, wenn er z. B. Impfgegnern oder Homöopathen ihre scheinheiligen Widersprüche aufzeigt - er findet es wunderschön.
PPM stellt PIERO MASZTALERZ Fragen zu seinem neuen Cartoon-Buch und rund um sein künstlerisches Schaffen.



PPM: Hallo Piero:  Dein Vorname klingt Italienisch …?
 
PIERO MASZTALERZ: Und er ist es auch!
 
PPM: Wie und wann bist du zum Comiczeichnen gekommen?
 
PIERO MASZTALERZ: Ich hatte einen nervigen Lehrer und den habe ich wie so eine Voodoopuppe gezeichnet und ihn etliche Tode sterben lassen. Das hat sehr geholfen und war wohl der Grundstein.
 
PPM: Hast du gleich mit Cartoons angefangen, oder hast du es evtl. vorher mit Comics versucht?
 
PIERO MASZTALERZ: Ich hab mich anfangs nicht festgelegt und schon immer beides gemacht.
 
PPM: Was hat dich dann dazu bewogen, auf Cartoons zu setzen?
 
PIERO MASZTALERZ: Faulheit. Und Gary Larson.
 
PPM: In deinen Cartoons bringst du die Dinge ja ungeschönt auf den Punkt. Gibt es Leute, die dir auch schon mal böse Nachrichten wegen des einen oder anderen Gags zukommen lassen, oder hält sich das in Grenzen?
 
PIERO MASZTALERZ: Nee, leider nicht. Ich bin zu unbekannt.

PPM: Das Leben ist der beste Gaglieferant. In deinen Cartoons greifst du daher nicht selten, ironisch überspitzt, die Macken und Schwächen der Mitmenschen auf… beschreibe exemplarisch doch bitte mal einige solcher Cartoons aus deinem neuen Band MIT DIR IST ALLES SUPER!

PIERO MASZTALERZ:
Lügenpresse: Da zeige ich, wie schwer das Leben als Optiker ist.



Gefilzt: Da zeige ich, wie schwer das Leben als Kiffer ist. (Der Cartoon ist übrigens in Zusammenarbeit mit Ariane T. Müller entstanden, dem einen Part der grandiosen Zwei-Frau-Band Suchtpotenzial)



Ballon: Da zeige ich, wie schwer das Leben als Kind ist.


 
PPM: Eine ganz besondere Idee ist deine Live Cartoon Show. Erzähl mal, wie es dazu kam! Wo bist du demnächst überall zu sehen?
 
PIERO MASZTALERZ: Anfang 2014 wurde ich von Martin Sonntag, dem Leiter der Caricatura in Kassel, gefragt, ob ich im Rahmen meiner Cartoon-Ausstellung eine Lesung veranstalten könnte. Nur ein paar Bilder zeigen und vorlesen...
Aus dieser kleinen Anfrage ist mittlerweile ein über zweistündiges Programm entstanden. Ich toure damit durch Deutschland, war auf Kreuzfahrtschiffen, spiele im Quatsch Comedy Club und bei Nightwash live.
Und es ist ganz nebenbei ein völlig neues Genre entstanden: Ich lese nämlich nicht nur vor, was meine Figuren sagen, sondern ich lasse sie gleich selbst reden. Manchmal ist Faulheit eben doch hilfreich! Als Zeichner kenne ich keine Grenzen und spreche mit brennenden Hamstern, nackten Zauberern, Gott im Bademantel, einem dicken männlichen Rotkäppchen, einem bekifften Wolf und ich singe und spiele mit einer gezeichneten Band - die kommen wenigsten alle pünktlich zur Probe. Aktuelle Termine finden sich unter www.schoenescheisse.de/termine
 

PPM: Vielen Dank!

von Michael Hüster
Stichwörter: Edition 52, Interview

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