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03.02.2022

Leipziger Buchmesse

Manga-Comic-Con darf stattfinden

Manga-Comic-Con darf stattfinden

Eine neue Corona-Verordnung des Landes Sachsen, die ab dem 6. Februar gilt, lässt im Freistaat wieder Messen und Kongresse zu.

Diese neue Verordnung ist zwar zunächst auf einen Monat Laufzeit befristet, wird aber allenthalben als deutlicher Fingerzeig gedeutet, dass jetzt der Weg endgültig freigemacht werden soll für die Buchmesse mit Manga-Comic-Con (MCC) vom 17. bis 20. März. So äußerte Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse, gegenüber "Börsenblatt online", er werte die Lockerungen als "klares Bekenntnis der Politik: Wir wollen, dass die Messe im März stattfindet."

Für Messen gilt in Sachsen dann die 2G+-Regel sowie nach Corona-Lage eine Begrenzung der Besucherkapazitäten je nach Veranstaltungsfläche von 4 qm pro Besucher. Auffällig ist dabei, dass diese Eckpunkte genau zu den Plänen der Leipziger Buchmesse passen, die diese bereits vor zwei Monaten vorgestellt hatte.

Konkret heißt das, dass für Besucher die 2G+-Regel gilt und für Aussteller gemäß der Arbeitsschutzvorschriften 3G. Die Besucherkapazität liegt entsprechend der 100.000 qm bespielter Hallenfläche bei 25.000 pro Tag. An dieser Maximalzahl will die Messe auch dann festhalten, wenn eine deutlich verbesserte Lage mehr Besucher zulassen würde.

Gerade in der Halle 1 mit der Manga-Comic-Con bleibt es also wohl dabei, dass sich das übliche Besucheraufkommen aus den Zeiten vor der Pandemie auf etwa ein Drittel verringern dürfte, da sich ein Großteil des MCC-Besucheraufkommens üblicherweise am Wochenende ballte. Dieser Umstand und gesundheitliche Bedenken – insbesondere auch im Hinblick auf das eigene Standpersonal – führen dazu, dass es aus Verlagskreisen sehr unterschiedliche Äußerungen bezüglich einer Messeteilnahme gibt.

Klar für eine Teilnahme hat sich von den größeren Verlagen bisher Egmont Manga auf Anfrage des "Börsenblatts" positioniert und auch altraverse will in Leipzig mit einem Stand vertreten sein – schließlich war man in den letzten beiden Pandemie-Jahren auch auf der Manga-Messe Dokomi dabei. Dagegen hat Tokyopop schon Ende der letzten Woche auf seiner Website seinen Verzicht bekundete und Verlage wie Panini und Carlsen zeigen sich noch abwartend.

Ein ähnlich uneinheitliches Bild zeigt sich bei den Verlagen, die vom PPM-Vertrieb ausgeliefert werden. Während der Splitter Verlag nicht in Leipzig dabei ist, halten Cross Cult und der avant-verlag an ihren Plänen für einen eigenen Stand fest. Es wird aber abgewartet werden müssen, wie umfangreich das Rahmenprogramm mit Signierstunden und Lesungen ausfallen kann. Auf ausländische Gäste wird dabei wohl beinahe komplett verzichtet werden müssen, gerade wenn es sich um Künstler von Übersee handelt.

Stand: 3. Februar 2022

Fotos: © Leipziger Buchmesse

Autor: die neunte